Vorwort aus dem Buch

"Kein Weg ist länger, als der Weg vom Kopf zum Herzen", sagt ein altes chinesisches Sprichwort. Hat also, wer sich dafür entscheidet, vom "Kopfmenschen" zum "Herzmenschen" zu werden, eine längere Reise vor sich? Nicht unbedingt. Dagmar Höing möchte mit dem hier vorliegenden Buch dazu einladen, sich auf die tatsächliche Kürze dieses Weges zu begeben, um die Überforderung von Mensch und Gesellschaft zu beenden. Eine Überforderung, die sie darin begründet sieht, dass Kopf (Verstand) und Herz nicht im Gleichgewicht sind.

 

 

 

Und die Folgen dieser Überforderung sehen für Dagmar Höing so aus: "Dass das gesellschaftliche System aus der Balance geraten ist, zeigt sich durch Zusammenbrüche im persönlichen Bereich wie Gesundheitsprobleme, Beziehungsprobleme, finanzielle und berufliche Probleme sowie durch Zusammenbrüche in der Gesellschaft wie Firmenpleiten, Bankenpleiten und Staatspleiten", sagt die Autorin, für die Erziehung, Schulung und  Ausbildung zum "Kopfmenschen" die Wurzel des Übels ist.

 

 

 

Zugrunde liegt dem die Devise "Mehr Schein als Sein", wobei nach außen mehr dargestellt als innerlich gefühlt wird. Höing: "Viele Menschen haben ein inneres Kleinheitsgefühl. Doch dieses Gefühl wollen sie nicht fühlen, machen etwas scheinbar Intelligentes aus dem Verstand heraus und verlieren dadurch mitunter ihr Authentisch-Sein. "Diese Art zu leben werde oft als sehr anstrengend empfunden und könne zu inneren Konflikten führen, hin zu psychosomatischen Erkrankungen wie dem Erschöpfungssyndrom ("Burn-out"), handfesten Depressionen oder zu Erkrankungen - des Herzens (bis zum Herzinfarkt).

 

 

 

Für Dagmar Höing dienen die Art und Weise, wie in Schulen und Universitäten gelehrt wird, der "Verdummung" und verhindern, dass das tatsächliche  Potenzial, was in jedem stecke, erkannt und gelebt wird: "Der kopfgesteuerte Verstand hält dich von deiner Weisheit, deiner wahren Größe, zurück. Würde uns Menschen von klein auf an beigebracht, dass wir von Geburt an vernunftbegabte Wesen sind und unser Wissen aus uns selbst heraus entsteht, wäre das, was wir dazulernen, eine Bereicherung. Da die meisten Menschen es nicht gelernt haben, etwas zu sein ohne etwas zu tun, hindert uns das Angelernte das wirkliche Sein zum Vorschein kommen zu lassen. Wir meinen, wir sind das, was wir mit unserem Verstand gelernt haben und reduzieren uns darauf. Dabei sind wir weit mehr als das. Und das, was wir wirklich sind, gilt es hervorzuholen und das geht nicht über den Verstand, sondern nur über Gefühl und Herz."

 

 

 

Und so ist die Absicht dieses Buches, das Herz der Leserinnen und Leser anzusprechen. Wenn es beim Lesen gelingt, das Geschriebene mit dem eigenen Herz zu fühlen, so könnte es eine Rückkehr zur tatsächlichen Kürze des Weges geben, die nur scheinbar im Widerspruch zum eingangs erwähnten chinesischen Sprichwort steht: nämlich über den umgekehrten Weg -  vom Herzen zum Kopf.

 

 

 

"Darum Verstand ausschalten, so gut es geht, und einfach wirken lassen, geschehen lassen. Nichts erklären wollen, sondern einfach annehmen", empfiehlt die Autorin eine Herangehensweise jenseits der verstandesmäßigen Konditionierung. So ist dieses Buch nicht nur für "Herzmenschen", sondern auch für die, die es werden und wieder zu ihrem Authentisch-Sein  zurückfinden wollen. Dagmar Höing: "Der Intellekt hält dich davon ab, wirklich frei zu sein, in Leichtigkeit zu sein. Du bist nicht du selbst, sondern durch die Identifikation mit dem Verstand willst du etwas darstellen, was du möglicherweise gar nicht bist. Gelingt die Wiederherstellung der Balance von Herz und Verstand, stimmt auch der Schein wieder mit dem Sein überein." 

 

 

Matthias Lorenz

(Journalist, Paartherapeut, Männercoach aus dem Wendland)

 


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