Mehr als Fußball: Warum mich das Gebet von Felix Nmecha und Jonathan Tah bewegt hat

  

 In den vergangenen Tagen wurde weltweit über eine Szene diskutiert, die sich nach dem WM-Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao ereignete. Nach dem deutlichen Sieg Deutschlands versammelten sich die Nationalspieler Felix Nmecha und Jonathan Tah gemeinsam mit mehreren Spielern aus Curaçao auf dem Spielfeld zu einem Gebetskreis.

 

Die Bilder gingen um die Welt. 

 

Während viele Menschen diese Geste als Ausdruck von Respekt, Dankbarkeit und gelebtem Glauben begrüßten, gab es auch kritische Stimmen. Einige Kommentatoren warfen den Spielern vor, ihren Glauben öffentlich zur Schau zu stellen. Andere bezeichneten sie sogar als Fundamentalisten. Dennoch überwogen in den sozialen Netzwerken, Medienberichten und öffentlichen Diskussionen die positiven Reaktionen deutlich. 

 

Felix Nmecha erklärte selbst die Motivation hinter dieser Aktion: 

"Wir sind im Spiel Gegner, aber danach sind wir alle Christen und Brüder." 

 

Außerdem betonte er, dass die beteiligten Spieler dankbar seien und glauben, dass Jesus Christus durch ihr Verhalten und ihren Sport verherrlicht werden soll. 

 

Eigentlich wollte ich meinen Senf zu dieser Diskussion gar nicht auch noch dazugeben. Es gibt bereits genügend Meinungen im Internet. Doch heute Morgen hatte ich den Eindruck, dass Gott mich daran erinnert hat, als Christ und Jünger Jesu dennoch etwas dazu zu sagen.

 

Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass ein Teil meiner eigenen Geschichte eng mit dem Fußball verbunden ist. 

 

Für diejenigen, die meine Geschichte noch nicht kennen, empfehle ich mein Buch

„Vom Tor des Monats zum Tor des Lebens“.

 

Darin beschreibe ich unter anderem, wie ich 1980 als erster Amateurfußballer überhaupt zum „Tor des Monats“ gewählt wurde. Damals hatte ich mit Jesus Christus noch nichts zu tun. 

 

Doch Gott schreibt oft Geschichten, die kein Mensch planen kann. 

41 Jahre später griff Gott dieses außergewöhnliche Tor erneut auf. In der Jubiläumssendung zum 50-jährigen Bestehen der ARD-Sportschau wurde mein Tor noch einmal gezeigt. Dadurch bekam ich die Möglichkeit, vor einem Millionenpublikum über meinen Glauben an Jesus Christus, die Bibel und den Sinn des Lebens zu sprechen. 

 

Was danach geschah, hätte ich nie erwartet. 

Zahlreiche säkulare und christliche Medien berichteten darüber. Es entstanden Interviews, Einladungen und Begegnungen. Schließlich wurde dies sogar der Anlass, meine Lebensgeschichte als Buch zu veröffentlichen. 

 

Heute werde ich regelmäßig in Gemeinden, Kongressen und Veranstaltungen eingeladen, um mein Zeugnis weiterzugeben. 

 

Warum erzähle ich das? 

Weil ich überzeugt bin, dass Gott immer wieder Situationen nutzt, um Menschen auf das Wesentliche aufmerksam zu machen.

 

Damals war es ein Fußballtor.

 

Heute ist es vielleicht ein Gebetskreis bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. 

 

Gott benutzt öffentliche Ereignisse, bekannte Persönlichkeiten und außergewöhnliche Momente, um Menschen daran zu erinnern, dass die wichtigste Entscheidung ihres Lebens nicht auf dem Fußballplatz, in der Politik oder im Berufsleben getroffen wird. 

 

Die wichtigste Entscheidung ist, ob ein Mensch seinen Schöpfer kennenlernt und ein Kind Gottes wird. 

Genau dazu hat Jesus seine Nachfolger beauftragt: 

"Darum geht hin und macht alle Nationen zu Jüngern..." (Matthäus 28,19) 

Dieser Auftrag gilt bis heute. 

 

Deshalb überrascht es mich nicht, wenn gläubige Fußballspieler ihren Glauben öffentlich bekennen. Sie tun letztlich nichts Anderes als das, was Jesus seinen Nachfolgern aufgetragen hat. 

 

Wenn sich Menschen darüber aufregen, dass Fußballspieler beten oder offen über Jesus sprechen, dann sollte uns das als Christen nicht verärgern. 

Vielmehr dürfen wir Verständnis und Mitgefühl haben.

 

Denn die Bibel sagt bereits: 

"Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat." (Johannes 15,18) 

 

Jesus hat nie versprochen, dass seine Nachfolger überall Beifall bekommen würden. Im Gegenteil. 

Dennoch bleibt die Botschaft des Evangeliums eine Botschaft der Liebe. 

 

Der Apostel Paulus beschreibt die Frucht des Geistes in Galater 5,22-23: 

"Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung." 

 

Hand aufs Herz: 

Wären das nicht Eigenschaften, die jeder Mensch gerne bei seinem Ehepartner, seinen Kindern, seinen Kollegen, seinen Nachbarn und seinen Politikern sehen würde? 

  • Wie viele Kriege gäbe es nicht.
  • Wie viele Ehen würden bestehen bleiben.
  • Wie viele Konflikte könnten vermieden werden.

 

Natürlich sind Christen nicht perfekt. Auch sie machen Fehler. 

Aber die Werte, die Jesus vermittelt, gehören zu den schönsten und lebensförderndsten Werten, die unsere Welt kennt. 

 

Bemerkenswert ist außerdem, dass Felix Nmecha und Jonathan Tah längst nicht die einzigen Sportler sind, die ihren Glauben öffentlich bekennen. 

 

Immer wieder sieht man bei internationalen Turnieren oder Ligaspielen Spieler, die vor oder nach Spielen gemeinsam beten oder Gott öffentlich die Ehre geben. Dazu gehören beispielsweise der Brasilianer Nationaltorwart Alisson Becker, der ehemalige brasilianische Nationalspieler Kaká, der englische Nationalspieler Bukayo Saka, der US-amerikanische Nationalspieler Timothy Weah oder zahlreiche Spieler afrikanischer Nationalmannschaften, die ihren Glauben offen leben. 

 

Auch bei dieser Weltmeisterschaft sieht man immer wieder Spieler, oder Mannschaften die nach Toren beten, Bibelverse zitieren oder ihren Dank an Gott ausdrücken. 

 

Für viele Zuschauer mag das ungewöhnlich erscheinen.

 

Für gläubige Christen ist es jedoch ein natürlicher Ausdruck ihrer Beziehung zu Jesus Christus.

 

Deshalb freue ich mich über die Szene von Felix Nmecha und Jonathan Tah. 

Nicht weil sie gewonnen haben. 

Nicht weil sie Deutsche sind. 

Sondern weil sie den Mut hatten, sich öffentlich zu ihrem Glauben zu bekennen. 

 

Mein Wunsch ist, dass nicht nur weltweit, sondern besonders auch in Deutschland eine neue geistliche Erweckung geschieht. 

 

Deutschland wird oft noch als christliches Land bezeichnet. Gleichzeitig wenden sich immer mehr Menschen von Gott und den Grundlagen des christlichen Glaubens ab.

 

Umso mehr bete ich dafür, dass Gott Menschen neu berührt. 

  • Durch Sportler
  • Durch Unternehmer
  • Durch Künstler
  • Durch Influencer
  • Durch Theologen, Evangelisten, Missionare und Gemeindeleiter 

Und auch durch die vielen unbekannten Christen, die treu ihren Glauben leben.

 

Vielleicht hat Gott genau deshalb diese Szene auf einem Fußballplatz vor Millionen von Zuschauern zugelassen.

 

Damit Menschen erkennen: 

Es gibt etwas Größeres als Erfolg.

 

Etwas Größeres als Geld.

 

Etwas Größeres als Ruhm. 

 

Es gibt einen lebendigen Gott, der jeden Menschen liebt und ihm in Jesus Christus Sinn, Hoffnung und ewiges Leben schenken möchte.

 

Und dafür lohnt es sich, öffentlich einzustehen. 

 

HERZLICH(S)T 

Klaus 

 

PS: Hier ein kleiner Auszug von aktuellen und ehemaligen Fußballspieler und Trainer die sich öffentlich zu Jesus bekennen:  

 

  • Jürgen Klopp (Ehemals Trainer Mainz 05, Borussia Dortmund, FC Liverpool)
  • David Alaba (Österreichischer Nationalspieler)
  • Davie Selke (Deutscher U 21 Fußball Europameister)
  • Felix Uduokhai (Deutscher U 20 Nationalspieler)
  • Eduard Löwen (Deutscher Spieler in der amerikanischen MLS bei ST. Loius City)
  • Giovanna Hofmann (Deutsche Frauen-Nationalspielerin)
  • Karlheinz Körbel  (Rekord Spieler Eintracht Frankfurt und der Bundesliga)
  • Ruben Vargas (Schweizer Nationalspieler)
  • Dodi Lukebakio (Belgischer Nationalspieler)
  • Maxence Lacroix (Französischer Nationalspieler)
  • Désiré Doué (Französischer Nationalspieler)
  • u.v.m.

 

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Die Autoren

Klaus und Dagmar Mehler betrachten sich als Wegbegleiter in ein neues BEWUSST-SEIN. Es ist der Wandel vom MENSCHLICHEN Bewusstsein zum GEISTLICHEN Bewusstsein.

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