Glaube ohne Werke ist tot

Glaube ist das Mittel oder das Instrument, durch das ein Mensch gerettet wird
Glaube ist das Mittel oder das Instrument, durch das ein Mensch gerettet wird

 

„Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne die Werke tot“ (Jak 2,26)

 

Glaube ist das Mittel oder das Instrument, durch das ein Mensch gerettet wird. Christen werden vor Gott durch den Glauben gerechtfertigt (Röm 3,26; 4,1-5; Gal 2,16), und sie leben ihr Leben im Glauben (2. Kor 5,7) und haben Hoffnung (Hebr 19,35-12,3).

 

Der Glaube kann nicht in subjektiven Begriffen gefasst werden, etwa als Gefühl oder optimistische Entscheidung. Glaube ist aber keine passive Rechtsgläubigkeit. Glaube ist vielmehr eine Antwort, die an ein Gegenüber gerichtet und durch einen klaren Inhalt definiert ist. Christlicher Glaube bedeutet, Vertrauen in den ewigen Gott und seine Verheißungen zu haben, die durch Jesus Christus garantiert sind. Zum Glauben wird gerufen durch das Evangelium, wenn das Evangelium durch das gnädige Wirken des Heiligen Geistes verständlich gemacht wird.

Christlicher Glaube ist ein persönlicher Akt, an dem Verstand, Herz und Wille beteiligt sind; denn er ist an einen persönlichen Gott gerichtet, nicht an einen Götzen oder eine Idee.

 

Gewöhnlich werden beim Glauben drei Schritte unterschieden: Wissen, Zustimmung und Vertrauen. Zuerst steht das Wissen bzw. die Kenntnis des Inhaltes des Evangeliums; als Zweites folgt die Zustimmung bzw. das Anerkennen des Evangeliums als wahr; und das Dritte ist das Vertrauen, der entscheidende Schritt, sich selbst Gott anzuvertrauen. Diese Schritte gehören zusammen in dem Sinne, dass christlicher Glaube erst dann entstehen kann, wenn das Evangelium gewusst und sein Inhalt akzeptiert wird (Röm 10,14).

 

Calvin definierte den Glauben als „ein festes und sicheres Wissen um Gottes Gunst uns gegenüber, die in der freien Zusage in Christus gegründet, an unseren Verstand geoffenbart und in unseren Herzen versiegelt ist durch den Heiligen Geist“ (Calvin, Institutio III, 2,7).

 

Durch den Glauben empfangen wir Christus, der dem Gesetz für uns Genüge getan hat. Auf diese Weise sind wir gerechtfertigt allein durch den Glauben ohne die Werke, die das Gesetz verlangt. Aber da der Glaube uns mit Christus vereinigt, kann er nicht ohne Auswirkungen auf das Leben bleiben. Auf Gott ausgerichtet und in ihm ruhend ist der Glaube aktiv, „durch Liebe wirksam“ (Gal 5,6) und danach trachtend, all die „guten Werke“ zu tun, „welche Gott zuvor bereitet hat“ (Eph 2,10). Rechtfertigung geschieht durch den Glauben allein, aber rechtfertiger Glaube kann nie in sich selbst ruhen.

 

Wenn Jakobus sagt, dass der Glaube ohne Werke tot sei, beschreibt er damit einen Glauben, der das Evangelium kennt und ihm sogar zustimmt, dem aber das Vertrauen in Gott fehlt. Fehlendes Wachstum, mangelnde Entwicklung und das Ausbleiben der „Früchte“ des Glaubens zeigen an, dass das große Geschenk Gottes in Christus niemals angenommen worden ist.

 

Die Antwort für solche, die so einen Glauben haben, lautet: Sie sollen sich nicht selbst zu retten versuchen, indem sie ihre eigene Gerechtigkeit aufrichten, als ob sie aus eigenen Kräften Glauben schaffen könnten, sondern sie sollen den Namen des Herrn anrufen (Röm 10,13). Gott allein kann diejenigen retten, für die das sonst niemals möglich wäre (Mk 10,27). Paulus zeigt, dass gute Werke dieses „Unmöglich“ niemals durchbrechen können; Jakobus zeigt, dass der Glaube, der erforderlich ist, ein Glaube ist, der in dem lebendigen Gott ruht.

Selbst wenn wir glauben, sind unsere „guten Werke“ nie vollkommen. Sie sind vor Gott nur durch die Barmherzigkeit Christi annehmbar (Röm 7,13; Gal 5,17).

 

Wir drücken unsere Liebe zu Gott dadurch aus, dass wir tun, was ihm gefällt; und er verspricht uns in seiner Freundlichkeit, uns für das zu belohnen, was wir tun (Phil 3,12-14; 2. Tim 4,7f.). Dadurch machen wir Gott nicht zum Schuldner, der uns etwas schuldig wäre, es verhält sich vielmehr genau so wie zu Beginn unseres Glaubens. Augustinus merkt an, dass Gott, wenn er uns belohnt, auf gnädige Weise, seine gnädig gewährten Gaben krönt.      

(Text aus Genfer Studienbibel zu Jakobus Kapitel 2 Vers 14-26)

 

HERZLICH(S)T

Klaus und Dagmar
 

 

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Die Autoren

Klaus und Dagmar Mehler betrachten sich als Wegbegleiter in ein neues BEWUSST-SEIN. Es ist der Wandel vom MENSCHLICHEN Bewusstsein zum GEISTLICHEN Bewusstsein.

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