„Was wäre für Sie das größte Unglück?“

 

Krebs? Börsenkrach? Verlust der Arbeitsstelle? Den Rest des Lebens im Rollstuhl verbringen zu müssen? Der Abstieg von Bayern München in die Zweite Bundesliga?

Welche Antwort hätten Sie spontan auf Lager, wenn ein Reporter vom ZDF Sie mit dieser Frage überfallen würde?

 

Der Sohn eines prominenten Verlegers sollte letztens diese Frage im Magazin der FAZ beantworten. Die Fragen nach Hobbys, Stärken und Schwächen hatte er humorvoll, geistreich und manchmal etwas sarkastisch beantwortet. Doch seine Antwort auf die Frage nach dem denkbar größten Unglück in seinem Leben war unerwartet, kurz und verblüffend:

»Wenn es Gott gäbe!«

 

Offensichtlich war diesem Mann sehr real bewusst: Wenn Gott tatsächlich existiert, dann wird er einmal Rechenschaft von mir und von meinem Leben fordern. Und dann war mein bisheriges Leben eine tragische, nicht mehr gutzumachende Fehlentscheidung, Fehlplanung und Fehlinvestition. Denn die Tatsache der Existenz Gottes hat revolutionäre Auswirkungen auf unsere Wertmaßstäbe.

 

Dann ist nicht mehr von größter Wichtigkeit, wie schnell das Ozonloch wächst, wer die Weltrangliste im Tennis anführt oder wie die SPD im nächsten Wahlkampf abschneidet.

 

Ich möchte gerne mit Ihnen über einige wichtige Lebensfragen nachdenken und über die Möglichkeit der Existenz Gottes. Und auch der Frage nachgehen, ob die Tatsache der Existenz Gottes nur Bestürzung auslösen muss, oder ob darin eindeutige, vernünftige und befreiende Antworten auf die tiefsten Fragen unseres Lebens enthalten sind.

 

Als Kopernikus und Galilei sich vor Jahrhunderten mit ihrer revolutionären Erkenntnis an die Öffentlichkeit wagten, dass nicht die Erde, sondern die Sonne der Mittelpunkt sei, um den sich alles dreht, löste das zunächst eine derartige Welle der Empörung aus, dass Galileo Galilei als treuer Sohn seiner Kirche seinem »Irrtum« abschwor, um nicht verurteilt zu werden.

Und doch hatte er recht! Als schließlich die Wahrheit siegte, brachte da nicht diese grundlegende Erkenntnis zumindest auch ein Stück Ordnung und Vernunft in unser naturwissenschaftliches Denken?

 

… dann ist unser Leben mehr als ein »Tanz ums goldene Schwein«!

Wozu lebe ich?

Woher komme ich und wohin gehe ich?

Habe ich viele Leben vor mir, oder nur eines?

Gibt es verlässliche Antworten? Wer hat den Durchblick?

 

Die Fragen nach dem Sinn und Ziel unseres Lebens sind von größter Wichtigkeit – denn wir haben nur ein Leben!

Vieles im Leben lässt sich wiederholen. Eine verpatzte Prüfung kann man in den meisten Fällen ein zweites Mal antreten. Aber unser Leben ist nicht wie ein Tonband, das man überspielen kann, wenn die erste Aufnahme misslungen ist, sondern wie eine Sanduhr, die langsam, geräuschlos, aber unaufhaltsam abläuft. Oder wie eine Kerze, die abbrennt, bis schließlich der letzte Funke verglimmt.

 

Viele, die hinter Gittern sitzen, pflegen eine Strichliste anzulegen, auf der sie jeden Tag abhaken, der vergangen ist und sie damit dem Augenblick ihrer Entlassung näher bringt.

Eigentlich wäre es gar nicht so verkehrt, wenn jeder von uns solch eine Strichliste seines Lebens anfertigen würde. Vielleicht würde uns dann mehr ins Bewusstsein dringen, wie einmalig und unwiederholbar jeder Tag unseres Lebens ist.

Und irgendwann – unausweichlich und unaufhaltsam – wird der letzte Tag unseres Lebens abgehakt werden. Dann wird es auch eine Antwort auf die Frage geben, ob das vergangene Leben sinnvoll war und sein Ziel erreicht hat.

 

Eigentlich ist es unverständlich, dass junge Menschen oft zu oberflächlich oder leichtsinnig sind, um über den Sinn des Lebens nachzudenken, und ältere Menschen die Frage danach verdrängen, weil ihr Leben fast gelaufen ist.

Tragischerweise beginnen die meisten Menschen erst in Krankheitsfällen oder Krisensituationen, die wichtigsten Fragen ihres Lebens zu stellen! Doch unser Leben ist nicht nur einmalig, sondern auch kurz – sehr kurz – und diese Tatsache gibt der Frage nach dem Woher und Wohin ein entscheidendes Gewicht!

 

Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so geht wie mir: Je älter man wird, umso mehr verstärkt sich der Eindruck, dass sich die Zeiger der Uhr immer schneller drehen und die Jahre mit zunehmender Geschwindigkeit an einem vorüberrauschen.

 

»Die Welt ist schön …«

Doch dann gibt es auch eine Menge Zeitgenossen, die trotz aller düsteren Zukunftsprognosen mit einer rosaroten Brille herumlaufen: »Was wollen Sie eigentlich? Das Leben ist schön – und die Welt auch.

Vermiesen Sie uns doch nicht unsere gute Laune mit Ihrem pessimistischen Gequake. Erfreuen Sie sich an der herrlichen Natur, hören Sie sich die ›Kleine Nachtmusik‹ an, oder das Forellenquintett, notfalls auch Egerländer Blasmusik, und genießen Sie das Leben! Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang!« (Die New-Age-Bewegung, oder auch „Liebe und Licht Fraktion" genannt, lässt grüßen. Anmerkung der blog-Betreiber)  

 

Das sind Menschen, die nach dem Verdrängungsprinzip leben. Sie ignorieren die Tatsache, dass wir von sterbenden Wäldern umgeben und von Atomwaffen umlagert sind. Sie vergessen, dass unsere Meere von Jahr zu Jahr mehr zu Giftmülldeponien werden und Krebs und Aids wie die Schwarze Pest im Mittelalter durch unsere Länder schleichen.

Erinnern Sie sich an den Refrain des Chansons von Gilbert Bécaud, »Die Welt ist schön …«, und an den Aufschrei des Sängers am Schluss:

»Nein, nein, nein – die Welt ist nicht schön, Schön ist sie nur, wenn wir träumen!

Kannst Du verstehen, wie man lachen kann, wenn die ganze Welt schon morgen brennen kann?«

 

»Denk nicht drüber nach!«

Das ist sicher das Lebensmotto der meisten Menschen.

Man kommt von der Maloche, Bild-Zeitung unterm Arm, Hut im Nacken und freut sich auf Feierabend, Filzpantoffeln, Flaschenbier, Fernsehen und Fußball. Und das Woche für Woche, Jahr für Jahr. Man vertreibt sich die Zeit und lebt ein Leben aus zweiter Hand, indem man dem Leben per Fernsehen zuschaut. Aus diesem Trott wird man nur dann aufgescheucht, wenn der Strom ausfällt oder der Fernseher einen Defekt hat.

 

Aber unser Leben ist kein »Spiel ohne Grenzen«. Auch wenn heute alles versucht wird, jeden Gedanken an den Tod zu verdrängen, so ändert das nichts an der Tatsache, dass jede Tageszeitung Todesnachrichten und Todesanzeigen enthält und irgendwann einmal der »Sensenmann« auch an Ihre Türe klopfen wird.

In vergangenen Generationen pflegte man sich auf das Sterben vorzubereiten und wollte bewusst von den Angehörigen Abschied nehmen.

 

Heute stirbt man weitgehend bewusstlos und schmerzfrei unter Drogen, angeschlossen an irgendwelche Schläuche in einem abseits gelegenen Zimmer eines Krankenhauses, oder sogar in einem Flur oder Abstellraum. Einsam und ohne Bewusstsein verglimmt das Leben – »humanes« Sterben!

Aber alle Verdrängungen ändern nichts an der Tatsache, dass uns ab und zu der Gedanke an den Tod wie ein Gespenst überfällt und unruhig macht. Spätestens dann, wenn wir die Teilnahme an einer Beerdigung nicht umgehen können.

 

Dabei ist es sehr aufschlussreich, die Gesichter von Menschen zu beobachten, die einer Beerdigung beiwohnen. Am Grab starre Blicke, große Verlegenheit. Der furchtbare Gedanke an die eigene Beerdigung drängt sich auf. Die Horrorvorstellung, möglicherweise selbst einmal als Scheintoter in solch einem Sarg zu liegen und ersticken zu müssen, überfällt einen. Aufatmen, wenn die Feierlichkeiten endlich vorüber sind und man anschließend bei Schnaps und Bier auf andere Gedanken kommt oder sich durchs Fernsehen wieder dem bunten Leben zuwenden kann.

Es ist schon eigenartig: Man denkt an alle möglichen Eventualitäten und schließt eine Menge Versicherungen für alle denkbaren Umstände ab. Nur mit der einen, absolut gewissen, unumstößlichen Tatsache, dass wir sterben müssen, setzen wir uns nicht auseinander!

 

Gibt es eine Antwort?

Ich erinnere mich gut an den Tag, an dem ich meine erste elektronische Schreibmaschine mit Speicher und Display in Betrieb nahm. Bisher war ich mechanische oder die früher üblichen elektrischen Schreibmaschinen gewohnt und glaubte, recht schnell mit dieser neuen Konstruktion fertig zu werden.

Die lange und umständlich geschriebene Betriebsanleitung zu lesen, schien mir Zeitvergeudung zu sein. Also schrieb ich los, bis ich irgendeine falsche Taste erwischte. Die Maschine begann nun bei jedem weiteren Tastendruck zu piepen und das Display reihte jedes Mal nur ein Wort an das andere:

NEIN! NEIN! NEIN!

 

Nichts klappte mehr! Ärgerlich kramte ich die Gebrauchsanleitung hervor, schlug die erste Seite auf und fühlte mich ziemlich verspottet durch den ersten Satz: »Wenn Sie Freude an Ihrem Gerät haben möchten, dann lesen Sie vor der ersten Inbetriebnahme bitte aufmerksam diese Gebrauchsanleitung.«

Ist es mit unserem Leben nicht genauso? Wir leben drauflos, wissen alles besser und plötzlich stehen wir vor einem unlösbaren Problem und eine Stimme in uns schreit: »Nein, nein, nein…!«

 

Wie gut, wenn wir dann eine »Gebrauchsanleitung« für unser Leben bereitliegen haben, die uns genaue Auskunft darüber gibt, wie unser Leben optimal gestaltet und so gelebt werden kann, dass es die Bezeichnung »Leben« verdient! Um zu wissen, wie die komplizierte »Maschine« Mensch funktioniert, muss man den fragen, der sie ausgedacht hat, und seine Anweisungen befolgen.

 

Zugegeben, man braucht Zeit und auch einen klaren Kopf, um die »Gebrauchsanweisung Gottes« für den Menschen, die Bibel, zu verstehen. Wer bisher nur »Lucky Luke« oder »Asterix« gewohnt ist, wird zuerst etwas Mühe haben, einen Text ohne Bilder und Sprechblasen zu sich reden zu lassen. Aber es ist der einzig vernünftige Weg, etwas Zuverlässiges über das Woher, Wohin und Wozu unseres Lebens zu erfahren und aus der Sackgasse herauszukommen.

 

Die göttliche Gebrauchsanweisung

Die Aufzeichnungen des Neuen Testaments über das Leben Jesu enthalten einen interessanten Bericht:

Ein gebildeter Mann läuft plötzlich auf Jesus zu und stellt ihm eine Frage, die ihm schon lange Kopfzerbrechen bereitet hatte (ich gebe seine Frage mit meinen eigenen Worten wieder):

»Großer Lehrer, ich laufe schon lange mit Fragen herum, auf die ich bisher – auch wenn ich Theologie studiert habe – keine Antwort bekam:

Was hat sich Gott bei der Erschaffung des Menschen gedacht?

Welche Aufgabe habe ich hier auf der Erde zu erfüllen?

Was macht mein Leben sinnvoll?

Was ist das Wichtigste?«

 

Darauf hat Jesus sinngemäß Folgendes geantwortet:

»Ich will Dir gerne sagen, was Gott von Dir erwartet und wozu Du auf der Erde bist: Du sollst den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen lieben, mit deinem ganzen Verstand und mit deiner ganzen Kraft. Und gleichzeitig hast du noch eine weitere große Aufgabe:

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Das ist Gottes Bestimmung für dein Leben!«

 

Vielleicht ist diese Antwort, die Jesus dem gebildeten Mann gab, für Sie so erschreckend wie die Erkenntnis Galileis für seine Zeitgenossen, durch die ihr bisheriges Weltbild auf den Kopf gestellt wurde.

Aber jeder, der bereit ist, umzudenken und die Gebrauchsanweisung unseres Schöpfers zu akzeptieren, wird feststellen, dass in der Befolgung dieser Anweisung Freiheit, Freude und Frieden liegt.

Das ist gleichsam, als ob ein Fisch, der auf dem Trockenen gezappelt hat, ins Wasser geworfen oder ein Vogel aus dem Gefängnis eines Käfigs in die Freiheit entlassen wird.

Alles andere wäre Zielverfehlung, oder mit einem Begriff der Bibel ausgedrückt: Sünde.

 

(Auszug aus dem Buch von Wolfgang Bühne - "Wenn Gott wirklich wäre...")

Das Buch kann unter dem Link heruntergeladen werden.

 

http://clv.de/Buecher/Evangelistisches/Denkanstoesse/Wenn-Gott-wirklich-waere.html?listtype=search&searchparam=Wolfgang+B%C3%BChne

 

HERZLICH(S)T

Klaus und Dagmar

 

Gerne kannst Du die Kommentarfunktion für dich am Ende der Seite Nutzen.

 

Möchtest Du von den Beiträgen aus unserem blog zeitnah informiert werden, so abonniere unseren blog über den RSS Feed.

 

Liebe Leser,

Wer das Thema interessant findet, den bitten wir diesen Artikel weiter zu verbreiten, damit möglichst viele Menschen informiert werden. Bitte verlinken / teilen Sie diesen Artikel auf  den sozialen Netzwerken mit Ihren Freunden oder leiten Sie den Artikel per Email an Freunde und Bekannte weiter. Vielen Dank.

 

Folgende Beiträge könnten dich vielleicht auch interessieren:

Was ist Yoga? Was ist Yoga wirklich? - Fluch oder Segen? Artikel-Serie Teil 2

Meine Suche nach der Wahrheit - Der Tod eines Guru

Co-Abhängigkeit - Eine weit verbreitete Sucht

Alleine bleiben oder in Beziehung Leben? - Was ist richtig?

Der geistliche Kampf der Menschheit und ihre Auswirkungen

Die Autoren

Klaus und Dagmar Mehler betrachten sich als Wegbegleiter in ein neues BEWUSST-SEIN. Es ist der Wandel vom MENSCHLICHEN Bewusstsein zum GEISTLICHEN Bewusstsein. Sie tragen mit Ihren blog-Artikeln zur Aufklärung bei und unterstützen mit Ihren Coachings, Seminaren und Vorträgen, Einelpersonen, Paare und Familien in Sachen Konfliktmanagement.

Sie bringen somit geistliches Leben in den menschlichen Alltag.

 

Zusätzlich bieten Sie kostenlose Glaubensgespräche an. Diese werden vor oder nach den Coaching gerne in Anspruch genommen.  

Durch Ihren starken Glauben an Gottes Wahrheit, wurden Ihnen über die Jahre auch die Irrwege der Menschheit durch Gott Offenbart, um so zukünftig die Belange Ihrer Klienten verstehen zu können und die Fähigkeit zu besitzen diese auch dort abzuholen wo sie gerade stehen. In diesem Zusammenhang haben Sie auch ein Glaubensbekenntnis am 21.02.2015 abgegeben

Kommentar schreiben

Kommentare: 0