Warum Schamanische Lehren und Praktiken fast alle gesellschaftlichen Lebensbereiche erobern?

Seit Jahren halten Schamanische Lehren Einzug in Schulen, Kindergärten, Wissenschaft, Christentum und Charismatik, Moderne Medizin, Moderne Psychologie und Psychotherapie, Sekten, Esoterik, Ferienclubs, Schwangerschaftskursen, Rückenschulen, Kurkliniken, Fantasy-Parks, Einrichtungen der Ehe- und Lebensberatung, Hochleistungssportarten,  Management- und Motivationsseminaren, Techno-Szene, Fernsehen, Militärspionage sowie in der Jugendkultur.

 

Warum ist das so?

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Schamanismus und deren  Angebote?

Sind sie hilfreich oder weniger zu empfehlen?

 

Dieser ausführliche Artikel soll zur Aufklärung beitragen.  

 

Einleitung

Der Schamanismus ist ein jahrhundertealtes System magischer Geheimlehren. Vielfach gehen Völkerkundler, Eth­nologen und Kulturanthropologen davon aus, daß die er­sten Schamanen schon vor ca. 10.000 oder gar 20.000 Jah­ren auftraten. Der Begriff Schamane kommt aus der Spra­che der Tungusen und bedeutet: von Geistern beeinflußter Mensch.

Schamanen gelten als Heiler, Magier, Hexen und Hexen­doktoren, als Seher, Wahrsager, Medizinmänner und Zau­berer. Schamanen werden in der Regel übernatürliche Fähigkeiten und Kräfte zugeschrieben, mit denen sie hei­len, hellsehen, wahrsagen, prophezeien können.

Schamanismus war und ist die kulturelle Basis der Na­turvölker Nord- und Südamerikas, Ostasiens, Sibiriens, Afrikas und Australiens, aber auch der Länder Europas, insbesondere während des Mittelalters.

 

Schamanische Praktiken haben sich bis heute in vielen ländlichen Gebieten Europas erhalten. Christentum, Auf­klärung und Rationalismus hatten den Schamanismus weitgehend verdrängt, zumindest in Europa. Doch seit einigen Jahren befindet sich der Schamanismus sowohl in Nordamerika als auch in Europa auf dem Vormarsch. Schamanische Lehren und Praktiken erobern und unter­wandern fast alle gesellschaftlichen Lebensbereiche (vgl. Abschnitt 12). Inzwischen finden erste Schamanen- und Indianerkongresse und -seminare statt, in denen zivili­sierten Menschen schamanische Lehren und Praktiken vermittelt werden.

Vor diesem Hintergrund sollen in dieser Aufklärungs­schrift die wichtigsten Lehren und Praktiken der Schamanen kurz zusammengefaßt, vorgestellt und kritisch hinterfragt werden.

 

l. Unsichtbare Wesen und Welten

Aufgrund eigener Erfahrungen wissen Schamanen um die Existenz unsichtbarer Welten und Mächte. In schamani­scher Sicht gibt es eine obere, eine untere und eine mittle­re Welt; die Himmels-, die Unter- und die Mittelwelt. Die unsichtbare Welt ist eine Welt ohne Zeit und Raum. Für die Schamanen ist sie Realität und nicht bloße Einbildung oder Imagination, keine Innen-, Traum- oder Phantasie­welt.

Diese unsichtbare Welt ist die Welt der Götter, Geister und Dämonen. Der Schamanismus kennt eine Unzahl von Göttern und Geistern: Götter, Halbgötter, gute und böse Geister; Toten-, Ahnen-, Schutz-, Hufs-, Natur-, Tier-, Pflanzen-, Wald-, Fluß-, Stein-, Wasser- sowie Erd- und Berggeister; Geister von Orten, Himmelsrichtungen und Naturgewalten. Diese Geister können sich in jeder belie­bigen Form manifestieren, als Tier oder als Mensch, in materieller oder in spiritueller Gestalt.

In der Regel erscheinen sie als Tiergeister: als Bär, Adler, Kojote, Delphin, Wolf, Hirsch, Hase oder Vogel. Geister sind auch Nymphen, Feen, Wichtel, Zwerge, Kobolde ... Geister leben in Tieren, Pflanzen, Bäumen, Gewässern, Felsen oder gar im Feuer. Geister sind Fabeltiere oder Horrorwesen: Schlangen, Drachen, Spinnen, Reptilien, vogelköpfige Wesen, halb Mensch-, halb Tierwesen.

 

2. Bewußtseins-Transformation und Trance-Induktion

 

Die Tür zur unsichtbaren Welt der Götter, Geister und Dämonen öffnen die Schamanen in Ritualen und „religiö­sen Zeremonien".

Diese umfassen drei Aspekte:

a) die Bewußtseins-Transformation oder Trance-Induk­tion (vgl. u.a. Montal, S. 9,19 ff., 26, 41 f., 48, 59, 78,83, 88, 92, 97 ff., 133; Cowan, S. 69; Eliade, S. 34,64,132,144, 212 ff., 243, 245, 249, 281, 219 ff., 307)

b) die Anrufung und Verehrung der Geister

c) das Opfer an die Geisterwelt

Schamanen gelten als Spezialisten der Trance-Induktion (vgl. Eliade, S. 14,15). Bewußtseins-transformierende oder tranceinduzierende Techniken der traditionellen Schama­nen sind vor allem

- der harte Weg der Drogen, Gifte oder Halluzinogene, wie z.B. Peyjote, Fliegenpilz usw.

- der sanfte Weg der Ekstase durch Musik, Singen, Tan­zen, Klatschen mit Hilfe von Trommelrhythmen, Ras­seln, Tambourinen, Kalebassen; sei es in Form langandauernder, monotoner oder sich ständig steigernder, rhythmisch-ekstatisch oder magisch-religiöser Musik

- der Weg der Askese, des Reizentzuges, der sensorischen Deprivation in Form von

- Fasten

- Vegetarismus (vgl. u.a. Achterberg, S. 53)

- sozialer Isolierung (Einsamkeit)

- Schlafentzug

- sexueller Enthaltsamkeit

- körperlicher Erschöpfung

- Konzentrationsübungen, wie z.B. das Starren in Kerzen­flammen (vgl. Achterberg, S. 53; Cowan, S. 194; Ulrich, 8.30)

- das Ertragen extremer Hitze oder Kälte (Schwitzhütte oder Aufenthalt in der Kälte; vgl. z.B. Achterberg, S. 53)

- das „Beten in Zungen" (vgl. Goodman I, S. 12 ff.; Good-man II, S. 13)

- die Einübung ritueller Körperhaltungen, wie z.B. Schnei­dersitz, Rückenlage (vgl. Goodman I, S. 94, 96; Good­man III, S. 210; vgl. auch Harner, S. 50 ff.; Cowan, S. 109)

- äußere und/oder innere Stille bzw. Leere des Geistes (vgl. z.B. Cowan, S. 19, 4; Ulrich, S. 32; Montal, S. 72)

- das Chanting, das „rhythmische Singen von Wörtern, Phrasen oder einfachen Lautformen" (vgl. Cowan, S. 191)

Zu den bewußtseinstransformierenden und tranceinduzie­renden Techniken der Schamanen und traditionellen Re­ligionen gehören ferner

- das langandauernde (Hoch-) Springen der Massai (Ost­afrikas)

- das Drehen um die eigene Achse, wie z.B. bei den Derwi­schen im Sufismus sowie

- Schaukelbewegungen (vgl. Eliade, S. 316)

- langandauerndes Schweigen, wie z.B. bei den nordame­rikanischen Indianer - Schamanen (vgl. z.B. Goodman I, S. 315, 320, 420; Goodman II, S. l, 8,185; Eliade, S. 316)

Die Wirksamkeit der Öffnung für unsichtbare Wesen und Welten durch Trance-Induktion wird an sog. „heiligen" (oder magischen) Orten, den „Orten der Kraft", zu magi­schen Zeiten (z.B. um Mitternacht oder bei Vollmond) so­wie durch den „Heiligen Kreis" (z.B. mit einer Kerze in der Mitte) gesteigert (vgl. Tedlock, S. 14, 194; Cowan, S. 29, 83,103-107, 150,156, 228 (!), 230).

Moderne schamanische Techniken der Bewußtseins-Transformation oder Trance-Induktion sind vor allem

- Entspannung und

- Visualisierung oder Imagination (vgl. Harner, Oertli, Cowan)

Das typische, tranceinduzierende Setting moderner Scha­manen umfaßt in der Regel folgende Anordnungen:

- ruhiger, abgedunkelter Raum

- Kerzenlicht

- Trommelmusik, Meditationsmusik, Rasseln

- bequeme Körperhaltung, Rückenlage

- Augen schließen

- Entspannung von Körper, Geist und Seele, alles loslas­sen, die Sorgen vergessen

- tiefes Atmen, Konzentration auf den Atemrhythmus, Atemübungen

- (Rückwärts) Zählen

- Wahrnehmung des Körpers oder einzelner Körperteile (Körperbewußtsein)

- Düfte, Räucherwerk

(vgl. Harner, S. 50, 57 ff., 116; Oertli, S. 41, 52, 156 ff., 164-166; Cowan, S. 48, 63, 67 ff., 75, 109 ff., 157, 170, 191, 199; Achterberg, S. 49 ff.)

 

 

3. Kommunikation mit unsichtbaren Wesen und Mächten

 

„Ein Schamane ist ein Mensch, der konkrete, unmittelba­re Beziehungen zu der Welt der Götter und Geister hat; er sieht sie von Angesicht zu Angesicht; er spricht mit ihnen, bittet sie; fleht sie an." (Eliade, S. 97). Diese Kom­munikation mit den oben genannten Geistwesen ist grund­sätzlich zweiseitig. Schamanen sprechen mit ihren Gei­stern, ihren Herren und Meistern, und sie lassen sich von ihnen helfen und beraten.

 

a) Rituale dienen zunächst der Anrufung und Anlockung von Geistern. Die Techniken der Anrufung und Anlockung sind vielfältig und differenziert. Sie unterscheiden sich nach Kultur, „Religion" und Region.

 

Zu den Mitteln und Techniken der Kommunikation mit der Geisterwelt gehören u.a.

- die Schamanentracht

- Masken, Trommeln

- Symbole (auf Tracht und Trommel)

- Schamanen-Gesänge, die Lieder der Kraft oder Kraft­lieder

- Beschwörungsformeln, die Worte der Kraft, Mantren und rituelle Gebete

- Signalwörter

- Amulette

- Sprechgesang oder Chanting

- Tanzstile und Körpergesten

- Bekleidungsstile und Farben(aus)wahl (vgl. u.a. Stey-ne, S.101 ff.; Fohr)

 

Zur Kommunikation bzw. Anrufung und Anlockung gehö­ren vor allem die Imitation oder Nachahmung des sog. „Krafttieres" im Krafttiertanz, bei dem der Schutzgeist durch Kleidung, Maske, Gestik, Laute usw. nachgeahmt wird (vgl. Harner, S. 91 -105; Oertli, S. 100/101,106; Elia­de, S. 101,133,167; Montal, S. 131).

 

Zur Kommunikation mit den Geistwesen gehören die Ver­ehrung der Geister in Tänzen und Liedern sowie das Ri­tualopfer, das meist ein Blutopfer (ein Tier oder ein Mensch) verlangt.

Eine besondere Verehrung gilt den „vier Himmelsrichtun­gen" und den „fünf Elementen" (Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther; vgl. u.a. Harner, S. 116; Cowan, S. 49, 83 ff.).

 

Trance-Induktion und Kommunikation mit der geistigen Welt führen zum Kontakt und schließlich zu einem Kon­trakt des Schamanen mit der Geisterwelt (vgl. Steyne) im Sinne einer wechselseitigen Verpflichtung:

- Der Schamane ist verpflichtet, ein Opfer darzubringen

- Die Geister sind verpflichtet, dem Schamanen oder Pati­enten zu „helfen"

 

b) Auf der anderen Seite kann auch die geistige Welt mit dem Schamanen kommunizieren. Zu den Kommunikati­onstechniken der Geister gehören:

- Träume und Visionen oder geistige Bilder (vgl. u.a. Co­wan, S.64,199)

- Gespräche und Unterweisungen in außerkörperlichen Zuständen (vgl. unten)

- Sprache der Tiere, Pflanzen, Steine, Bäume („Sprache der Natur")

- die mediale Technik (wenn Geister durch den Schama­nen im Zustand der Trance sprechen; vgl. unten).

 

Besonders wichtig ist den Schamanen die Kommunikati­on über Träume und Visionen. Während der Initationszeit (= Lehrzeit) gehen Schamanen in die Einsamkeit auf Visionssuche. Träume und Visionen sind für Schamanen immer eine Form der Kommunikation der Geisterwelt mit den Menschen. Sie umfassen Lehren, Unterweisungen, Botschaften, Ratschläge und Befehle (vgl. z.B. Eliade, S. 24, 108, 115/6, 246, 288; Montal, S. 35, 70, 88, 156 ff.)

In schamanischer Sicht öffnen Träume die Tür zur ande­ren (nicht: „inneren"), unsichtbaren Welt der Götter, Gei­ster und Dämonen. Die Welt des Träumers ist die andere Wirklichkeit.

 

 

4. Schamanische Reisen

 

„Der Schamane ist der Spezialist einer Trance, in der sei­ne Seele den Körper zu Himmel- und Unterweltfahrten verläßt" (Eliade, S. 15, 45).

 

Schamanische Reisen sind außerkörperliche Reisen in die andere Welt, bei denen der Schamane seinen Körper ver­läßt (vgl. Eliade, S. 15, 29, 34, 44, 48, 60/1, 70, 83, 85, 94, 178, 184, 195, 210 ff., 219, 215/6, 227, 233, 246, 289; Co-wan, S. 11,111; Montal, S. 10, 59). Außerkörperliche Rei­sen führen in die Höhe auf einen Berg (vgl. Eliade, S. 143), in die Tiefe des Meeres, auf den Meeresgrund (vgl. Eliade S. 196, 226, 277, 281, 283/4; Montal, S. 66, 97), oder sie folgen einem Fluß bis zur Quelle zurück (vgl. Eliade, S. 143).

 

Schamanische Seelenreisen nutzen Zaubergegenstände, und sie finden regelmäßig unter der Kontrolle eines Geist­führers statt (vgl. Eliade, S. 46,109, 212, 216). Außerkör­perliche Reisen in die andere Welt sind nicht an Zeit und Raum gebunden; sie sind blitzschnelle Reisen im Raum  (vgl. Eliade, S. 388, 389), z.B. zu fernen Planeten, oder sie sind Zeitreisen in die Vergangenheit oder Zukunft. Scha­manische Reisen sind meist Reisen „im Geiste", aber es wird auch von Reisen im Körper bzw. mit dem Körper berichtet (vgl. Eliade, S. 338). Seelenreisen finden meist im Schlaf oder Traum statt (vgl. Eliade, S. 289, 347), wäh­rend der Körper leblos zurückbleibt (vgl. Eliade S. 280, 363). Zu den Reisen im Körper gehören die Levitation und Entrückung oder Entraffung, das Verschwinden und Ma­terialisieren des Körpers (z.B. an einem anderen Ort).

Schamanische Reisen sind stets Reisen zu den Göttern, Geistern und Dämonen. Sie dienen der Kommunikation, der Belehrung, Unterweisung und Beratung des Schama­nen. Dabei kann sich der Schamane in ein Tier, z.B. in einen Vogel verwandeln. Auch der Geistführer hat in der Regel die Gestalt eines Tieres, so z.B. die eines Adlers.

 

Zur Einleitung außerkörperlicher Reisen visualisieren Schamanen eine Öffnung, ein Loch (vgl. Harner, S. 50 ff., 60 ff, 118 ff; Oertli, S. 43; Cowan, S. 58 ff; Eliade, 231, 281, 249, 258), das Tor zur Unterwelt und einen Tunnel. durch den die Seele hindurch auf die andere Seite muß (vgl. Harner, S. 50; Cowan, S. 51, 61 ff, 68/9, 50). Dazu benutzen Schamanen seit Jahrhunderten sogenannte Mandalas. Das sind konzentrisch aufgebaute Kreisbilder mit einem Mittelpunkt (vgl. Harner, S. 54, Oertli, S. 160, 194).

 

Schamanische Reisen sollen stets den gleichen Weg zu­rücknehmen, weil sonst die Gefahr besteht, daß die Seele den Weg nicht zurückfindet und der Schamane stirbt oder verrückt wird (vgl. Harner, S. 59, Cowan, S. 74; Montal, S. 19; Oertli, S. 53; vgl. insgesamt auch: Bauer/Behringer 1997).

 

 

5. Inkorporation geistiger Wesen und Mächte

Statt den Körper zu verlassen, um Geister zu treffen, kön­nen Schamanen ihre Schutz- und Hilfsgeister in den Kör­per einladen, einverleiben oder inkorporieren (vgl. Elia-de, S. 91/2, 100/1, 229, 230/1, 243 ff., 354). Sie lassen sich von Geistern in Besitz nehmen bzw. besessen machen. Auch hier öffnet sich die Tür zu unsichtbaren Wesen und Welten in der Regel durch ekstatische Formen der Tran­ce-Induktion mit Hilfe von Trommeln, Rasseln, Tambou­rinen oder Kalebassen.

In sogenannten Krafttiertänzen vereinigen sich Schama­nen mit ihrem „Krafttier", „Schutzgeist" oder Geistfüh­rer. In Trance kommunizieren Schamanen mit ihrem „Krafttier" im Wege der Imitation oder Nachahmung. Sie imitieren ihr Krafttier (z.B. einen Bär) durch Kleidung, Bewegung, Gestik, Sprache, Maske und im Wege der in­neren Visualisierung oder Imagination ihres „Krafttieres" (vgl. Harner, S. 91 - 105; Eliade, S. 100/1, 106, 133, 167;

Montal, S. 90, 131; Findeisen/Gehrts, S. 103).

Die Inkorporation oder Inbesitznahme zeigt sich u.a.

- im unkontrollierten Verhalten des Besessenen (vgl. Elia­de, S. 354)

- in Manifestationen wie Zittern, Zucken, Zappeln (vgl. Eliade, S. 134, 221, 305, 308, 333, 349, 400; Goodman, S. 33).

- in Versteifungen, Verkrampfungen, Verrenkungen des Körpers (vgl. Eliade, S. 349; Goodman II, S. 13, 30, 33, 40; Tedlock, S. 27)

- in Tierstimmen, die aus dem Munde des Besessenen kom­men (vgl. Tedlock/Tedlock, S. 42; Findeisen, S. 42)

- in Hitzeempfindungen (vgl. Tedlock, S. 27; Eliade, S. 392/3)

- im Zungenreden/Glossolalie (vgl. Steyne, S. 97)

- im unkontrollierten Lachen (vgl. Steyne, S. 97)

- im Umfallen (vgl. Eliade, S. 305)

- im Schneiden von Grimassen (vgl. Eliade, S. 349)

- in Tobsuchtsanfällen / Angriffen und Selbstverletzun­gen (vgl. Eliade, S. 354)

- in Phänomenen der Unverietzlichkeit und Schmerzun-empfindlichkeit (siehe unten)

- im unmotivierten Stöhnen (vgl. Fohr, S. 174), Hüpfen (vgl. Goodman II, S. 40), Schreien und Schütteln (vgl. Goodman II, S. 90) sowie in

- fremden Stimmen, die durch den Schamanen sprechen (vgl. Eliade, S. 82, 98, 278, 349, 352, 354)

Inkorporations- oder Besessenheitsrituale stehen im Zen­trum der Voodoo-Kulte. Mit Hufe von Drogen, ekstatischen Tänzen und Gesängen (bei Trommelrhythmen) öffnen sich die Teilnehmer dieser Rituale in Trance für die Inbesitz­nahme und Inkorporation durch Geister. Mit speziellen Liedern, Kleidungsstücken, Wortwahlen, Tanzstilen, Hand- und Körpergesten rufen und locken die Teilneh­mer die (erwünschten) Geister an, bis diese die Kontrolle über die Teilnehmer übernommen haben und sich im (Gei­ster-) Tanz des Schamanen „ausdrücken" oder verkörpern (vgl. u.a. Cowan, S. 50; Eliade, S. 307; Fohr, S. 129).

Gei­ster bzw. Schutz- und Hilfsgeister oder Geistführer kön­nen auf verschiedene Weise „erworben" werden, und zwar durch

- „Vererbung" oder besser: Transfer, wobei die Weiterga­be in der Regel eine Generation überspringt

- Einweihungs- und Initationsrituale (vgl. Fohr, S. 129)

- Krafttiertänze (vgl. oben)

- Voodoo-Rituale

- Transfer beim Handauflegen (vgl. Fohr, S. 142/3, 175;

Goodman II, S. 51 ff.)

6. Übernatürliche Fähigkeiten

Schamanen werden übernatürliche Fähigkeiten, Kräfte und Kenntnisse zugeschrieben. Schamanen gelten vor al­lem als Heiler, die auf übernatürliche Weise heilen. In schamanischer Sicht hat Krankheit vor allem geistli­che Ursachen; Krankheit ist Folge des

 

a) Eindringens böser Geister in den Körper des Kranken

b) Verlustes der Seele, d.h. die „Seele" hat den Körper des Kranken verlassen

Schamanische Heilung besteht somit darin, entweder die bösen Geister, die in den Körper des Kranken eingedrun­gen sind, zu beschwören, auszutreiben oder auszusaugen oder aber darin, die verlorene Seele des Kranken durch schamanische Reisen in die andere Welt zurückzuholen (vgl. Harner, Eliade).

 

Zu den übernatürlichen Fähigkeiten der Schamanen ge­hören vor allem die Unverwundbarkeit und Schmerzunempfindlichkeit. Diese Fähigkeiten demonstrieren sie seit Jahrhunderten im sogenannten Feuerlauf auf glühenden Kohlen oder mit Schwertern, mit denen sie ihre Wangen durchstechen. Dabei bleiben die Schamanen entweder völlig unverletzt oder die blutende Wunde schließt sich blitzschnell, ohne sichtbare Schäden zu hinterlassen (vgl. Eliade, S. 39, 212, 235, 247, 307, 310). Zu den übernatür­lichen Fähigkeiten gehören außerdem Telepathie, Hell­sichtigkeit, Wahrsagerei, Prophetie und Fern-Sehen, d.h. alle Formen der außersinnlichen Wahrnehmung (ASW)  (vgl. Montal, S. 10, 59, 63,66, 70, 72, 78,83,98,133,159).

Ferner wird den Schamanen nachgesagt, daß sie sich in ein Tier verwandeln oder unsichtbar machen können(vgl. Eliade, S. 101, 311, 333).

Diese übernatürlichen Fähigkeiten schreiben die Schama­nen nicht etwa dem „Unbewußten", sondern dem Wirken der Geister zu (vgl. Eliade, S. 29,64, 82, 86,106,108,110/ 12)

7. Magische Techniken

Der Schamanismus gehört zu den okkulten oder magischen Geheimlehren. Wie alle okkulten Geheimnisträger unter­liegen Schamanen der strikten Schweigepflicht, deren Verletzung sowohl kulturell als auch spirituell sanktio­niert wird. So können die angeblich wohlwollenden und gütigen „Schutzgeister" plötzlich ihren wahren Charak­ter enthüllen, indem sie den Schamanen attackieren oder gar töten. Deshalb finden sich in der kulturanthropologi­schen und ethnologischen Literatur nur wenige Informa­tionen über (Schwarze) Magie, Schweigepflicht und Opferrituale. Die dunkle, magische Seite des Schamanismus wird verschwiegen; Schamanen werden als Heiler, und der Schamanismus als Heilmethode verherrlicht (vgl. u.a. Achterberg).

In Wirklichkeit dürften die dunklen, (schwarz) magischen Praktiken überwiegen. Schamanen (= Hexen) kommuni­zieren und operieren mit Geistern und Dämonen, die sie zum eigenen Vorteil und/oder zum Schaden anderer ein­setzen, indem sie ihren Opfern Geister und Dämonen schikken (senden). So entstehen Geisteskrankheiten, Verkehrs­unfälle, Schicksalsschläge, unerklärliche Todesfälle, Mor­de und Selbsttötungen.

Doch alles hat seinen Preis: Wie im wirklichen Leben, arbeiten auch geistige Mächte nicht umsonst. Nicht nur die Schamanen verlangen einen Preis, auch die Dämonen verlangen ein Opfer. Je größer das Wunder, desto größer das Opfer. Dieses Opfer müssen die Schamanen ihren „Schutzgeistern" darbringen. Vielfach müssen Familien­angehörige geopfert werden. Im Gegensatz zu Deutschen wissen z.B. Schwarz-Afrikaner um derartige Zusammen­hänge. Deshalb achten sie darauf, daß ihre Familienan­gehörigen keinen schamanischen (= okkulten) Praktiken nachgehen.

Einige Grundtechniken und Grundprinzipien der Magie, Hexerei und Zauberei enthüllt das Buch von Ulrich (1986). Magie, die „Mutter aller Esoterik" (S. 49), wird verstan­den als „Wirken mit geistigen Kräften" (S. 19), als Wirken mit Geistern und Dämonen (S. 25).

Zu den Grundtechniken der Magie gehören

l. Techniken der Bewußtseinsveränderung (vgl. Ulrich, S. 26, 46, 69,137) und Trance-Induktion (ebd. S. 43, 45/6, 67), die die Tür zur anderen Wirklichkeit öffnen, wie z.B. durch

- Konzentration auf einen Punkt (ebd. S. 30, 22, 43)

- Entleerung des Bewußtseins (ebd. S. 77, 91, 133)

- Gedankenstille, Anhalten des inneren Dialogs (ebd. S. 32,42,133)

- Atemübungen (ebd. S. 41; vgl. auch Bohnke, S. 134; Good-man I + III; Budapest, S. 52/53)

- Entspannungsübungen (wie z.B. Autogenes Training) (ebd. S.41)

- Räuchermittel (wie z.B. Weihrauch; ebd. S. 37, 45)

- Drogen (ebd. S. 38, 69)

- Ekstatisches Tanzen und Singen (ebd. S. 68)

- Fasten, Schweigen, Einsamkeit (ebd. S. 68, 27, 32)

Auch Träume und die Kontrolle der Träume öffnen das „Tor zur anderen Wirklichkeit" (ebd. S. 50)

Nach magischer Auffassung kann sich der Mensch, die Seele, der Astralkörper vom physischen Körper lösen, durch Zeit und Raum schweben, fliegen, reisen. Der Kör­per bleibt steif, unbeweglich, ohne Körpergefühle, wie tot zurück (ebd. S. 21, 44, 54 ff., 71, 78), während der Astral­körper durch astrale Welten reist, materielle Gegenstän­de durchdringt und allen möglichen Wesenheiten, wie z.B. Göttern, Geistern und Dämonen, begegnet (ebd. S. 44, 47, 54, 59, 65, 71).

2. Techniken der außerkörperlichen Reise:

Auch die heute in unseren Grundschulen so beliebten „Stil­leübungen" (vgl. unten) sind rein magische Praktiken: „Die Gedankenstille ist die eigentliche Kraftquelle, die dem Magier die geistige Welt nicht nur erschließt..., sondern darüber hinaus zu den höheren geistigen Körpern und Welten leitet." (Ulrich, S. 32)

3. Techniken der Kommunikation mit unsichtbaren Mächten, wie z.B. Suggestionen und Suggestionsformeln sowie Imaginationen oder Visualisierungen:

Suggestionen in Form ständiger Wiederholungen bestimm­ter Wörter oder Formehl (wie z.B. „Liebe alle Wesen") gelten als magische Techniken der Kommunikation mit un­sichtbaren Mächten, auf die meist bildhafte Antworten folgen (vgl. Ulrich, S. 41 - 43).

Auch Imaginationen. Visualisierungen oder Vorstellungen sind magische Werkzeuge und Mittel der Kommunikati­on mit geistigen Mächten (vgl. Cowan, S. 64, 199). Imagi­nationen sind „... eine unentbehrliche Voraussetzung der praktischen Magie ... Jedes Wort und jedes Bild... wird je nach Intensität und Wiederholung zu einem mehr oder minder lebenskräftigen Wesen" (vgl. Ulrich, S. 31). Eine magische Vorübung „ ... ist die Konzentration auf eine Reihe von Gegenständen, die nur kurz angesehen und anschließend geistig reproduziert werden." (ebd. S. 41).

Heute werden diese magischen Techniken in Schulen und Kindergärten unter dem Namen KIM-Spiele eingeübt.

Magische Imaginationsübungen beginnen mit einfachen Bildern, die plastisch und scharf vor dem geistigen Auge entstehen sollen. „Dann versucht der Magier mit Hilfe seiner Vorstellungskraft auf die materielle Welt einzuwir­ken ..." (ebd. S. 42)

Nach Bohnke lautet die Grundformel der Magie:

Wille + Imagination + magische Trance = magischer Akt (Bohnke, S. 136) oder anders:

MAGIE = TRANCE-INDUKTION + VISUALISIERUNG

Auch magische Symbole, wie z.B. das Pentagramm und das Hexagramm, sind Mittel der Kommunikation, der Anrufung und Beschwörung unsichtbarer geistiger Mächte (vgl. Ulrich, S. 33 ff., 38 ff.), wobei das Pentagramm, das

inzwischen in vielen Schulen und in (christlichen) Kin­dergärten als Malvorlage dient, das „Symbol der Magier" ist (ebd. S. 39).

Auch der Kreis hat magische Bedeutung; er gilt z.B. „als Schutzwall gegen alle unerwünschten oder gar bedrohli­chen Kräfte" (Miers Lexikon, S. 39; vgl. femer: Cowan, S. 29, 83, 103 ff., 156; Budapest, S. 55, 62). Auch der Kreis - als Stuhlkreis, vielfach mit Kerze in der Mitte - erfreut sich zunehmender Beliebtheit in den Schulen; auch die Kerze ist fester Bestandteil magischer Hexenrituale (vgl. Budapest, S. 55, 62).

„Die magische Macht, die ein Symbol repräsentiert," kann auch durch Imagination ausgesendet werden (vgl. Ulrich, S. 33), z.B. in Form eines Fluches.

Auch Räuchermittel, wie z.B. Weihrauch und andere Düf­te, sind magische Mittel der Kommunikation mit unsicht­baren geistigen Mächten, indem sie böse Mächte vertrei­ben oder gute (segensreiche) anziehen (ebd. S. 37).

In einem Einführungsbuch in die Kunst der Magie und Hexerei, das von bekennenden Hexen verfaßt ist, werden die wichtigsten Werkzeuge der Magie benannt:

1. Präzise Beschreibung des Zieles (oder Wunsches)

2. Entwicklung der Vorstellungskraft

3. Atemübungen (vgl. Budapest, S. 52/3)

Genau dies wird zunehmend Bestandteil des Unterrichts öffentlicher Schulen in Form sogenannter „Stilleübungen" und „Fantasiereisen". Das Programm-Klasse 2000" (Kla-ro) enthält fast nur magische Atemübungen, tranceinduzierende Entspannungsübungen, Vorstellungsübungen sowie Anleitungen zu außerkörperlichen Seelenreisen (auf den Meeresgrund; „Kapitän Nemo").

 

 8. Risiken und Gefahren

 

In traditionellen Kulturen wissen Stammesangehörige um die Risiken und Gefahren des schamanischen Weges. In der Regel fürchten sie die Berufung zum Schamanen. Wie immer sich der von den Geistern Berufene entscheidet ­ob er die Berufung annimmt oder ablehnt -, es folgt eine Zeit der Einsamkeit und Quälerei. Lehnt der Auserwähl­te seine Berufung zum Schamanen ab, wird er meist (gei-stes-) krank, verrückt oder getötet. Geht er den Weg der Einweihung und Initiation, wird er von den Geistern ge­peinigt. Er ist einsam und krank, er hört Stimmen, hat (Alp-) Träume, Visionen und „Halluzinationen". Er be­kommt hysterische, psychotische, epileptische und Tob­suchtsanfälle, er verletzt sich oder andere. In schreckli­chen Visionen wird er zerstückelt, getötet und wieder­geboren (vgl. u.a.: Eliade, S. 24 ff, 34 ff., 45, 178, 231, 279/280).

Auch die schamanischen Reisen in die Welt der Götter, Geister und Dämonen mit ihren Horrorwesen, wie Dra­chen, Spinnen, Schlangen, Reptilien, Monstern, vogelköpfigen Wesen sind grauenvoll und voller Gefahren; vor al­lem, weil sich die Seele bei der Rückkehr verirren kann und dann nicht mehr in den Körper zurückfindet (vgl. Eliade, S. 178; Montal, S. 19). Unter den vielen „Reisebe­richten" über Reisen in die andere Wirklichkeit findet sich bei Harner, Cowan und Goodman nicht eine einzige ange­nehme außerkörperliche Erfahrung (vgl. Eliade, S. 24-29,

36, 45, 52 ff., 85,178, 231, 279; Montal, S. 8,19, 35, 38, 41 ff., 48, 69, 72; Harner, S. 24 S., 27, 29-34, 39, 49,120,141;

Findeisen/Gehrta, S. 23, 50, 65, 68, 75, 149; Achterberg, S. 31, 65).

Moderne Schamanen warnen deshalb auch vor den Risi­ken und Gefahren schamanischer Reisen:

„Unachtsame Schritte in der spirituellen Welt können tra­gisch enden. Es gibt schlechte Elemente, die statt uns zu helfen, uns schaden. Mir sind Fälle von Leuten bekannt, welche aufgrund unvorsichtiger Kontakte außerstande waren, in unsere Welt zurückzukehren, teilweise nicht mehr arbeitsfähig waren und/oder psychiatrisch behan­delt werden mußten" (Oertli, S. 38/39, vgl. S. 61). „Die Hindernisse auf den Pfaden können sich in beängstigen­der Form kundtun: Es werden Monster, Schlangen, Spin­nen oder sonstige Kreaturen erscheinen." (Oertli S. 208, vgl. S. 210/11).

Die schamanische Literatur macht auch deutlich, daß viele Schamanen geisteskrank oder verrückt werden und einen qualvollen Tod sterben (vgl. u.a. Montal, S. 8, 19, 35, 38, 41, 48, 69, 72).

Auch Ulrich warnt vor „Reisen in die andere Wirklich­keit" und dem Kontakt mit „höheren, geistigen Mächten" (vgl. S. 20/1, 23, 25, 28, 30, 36, 61 - 63, 70, 72, 138): „Bei der hohen Magie sind z.B. Astralwanderungen für den Unwissenden sehr gefährlich. Alle niederen Elemente, wie Dämonen ....sollen nur das eine Interesse haben, die See­lenkräfte des harmlosen Wanderers an sich zu reißen und für ihre eigenen Zwecke zu mißbrauchen (S. 47) ..." Die Kräfte, die man beschwört, können sich gegen einen wenden (vgl. S. 68), Magier landen in der Psychiatrie (vgl. S. 26), Mönche wurden wahnsinnig (vgl. S. 91), Mystiker sind von Astralreisen nicht zurückgekehrt (vgl. S. 79, 37, 64).

 

 

9. Weltanschauliche und anthropologische Grundlehren und Grundannahmen

Fassen wir die Grundlehren und Grundannahmen des Schamanismus zusammen:

1. Neben der sichtbaren, materiellen gibt es eine unsicht­bare, transzendente Welt; eine Welt jenseits von Zeit, Raum und Kausalität.

2. In der unsichtbaren oder transzendenten Welt gibt es geistige Wesen und Mächte mit übernatürlichen Fähig­keiten.

3. Der Mensch lebt in seinem Körper wie in einem Haus;

er kann seinen Körper verlassen und nach oben in die Himmelswelt oder nach unten in die Unterwelt reisen. Die Reisen gehen regelmäßig durch eine Öffnung und ei­nen Tunnel in die andere Welt. Sie sollen stets den glei­chen Weg zurücknehmen.

Schamanische Reisen sind keine Reisen in „innere Wel­ten" oder „Innenwelten" bzw. Reisen in die Tiefe der Seele oder des Unter-Bewußtseins.

In schamanischer Sicht ist diese andere Welt nicht in uns. in den Tiefen der Seele oder des Bewußtseins; sie ist eine Welt außerhalb von uns und jenseits des materiellen Uni­versums.

4. In der Regel ist die Tür des „Hauses", die Tür zur tran­szendenten Welt, fest verschlossen. Schamanische Rituale und Techniken können diese Tür öffnen.

5. Ist die Tür zur transzendenten Welt geöffnet, können transzendente Mächte mit ihren übernatürlichen Fähig­keiten und Kenntnissen inkorporiert werden.

6. Übernatürliche Fähigkeiten des Menschen indizieren eine Kooperation mit transzendenten Mächten bzw. de­ren Inkorporation.

 

Okkultes Grundmuster des Schamanismus

Auf der Basis dieser Grundannahmen läßt sich ein spezi­fisches Grundmuster schamanischer und okkulter Prak­tiken darstellen, das die folgenden Schritte und Grund­techniken umfaßt:

1. BWT-Techniken

Öffnung der Tür zu transzendenten Welten und Mächten durch Techniken der Bewußtseinstransformation (BWT) oder Trance-Induktion, z.B. durch Ekstase (vgl. unten).

2. ROM-Techniken

Techniken der wechselseitigen Kommunikation mit tran­szendenten Mächten, z.B. durch

- Beschwörungs- oder Suggestionsformeln (Anrufungen usw.)

- Visualisierungen oder Imaginationen

- Träume und Visionen

- Unterweisungen in außerkörperlichen Zuständen

 - Verehrung in Lobgesängen

 - Darbringen von Opfern

S.AKE-Techniken

Techniken der außerkörperlichen Reise (oder Erfahrung;

AKE-Techniken), z.B. durch

- Visualisierung von Höhlen, Löchern

- Konzentration auf Mandalas

4.INK-Techniken

Techniken der Inkorporation transzendenter Mächte, z.B. durch Imitation oder Nachahmung („Spiegeln") des ge­wählten „Krafttieres" oder „Geistes".

5. MAG-Techniken

Entwicklung und Demonstration übernatürlicher oder magischer Fähigkeiten und Kenntnisse, z.B. durch Schmerzunempfindlichkeit, Unverwundbarkeit im Feuer­lauf, Hellsichtigkeit, Gedankenlesen usw. 

 

 

Definition und Logik des Schamanismus

Auf dieser Grundlage läßt sich der Schamanismus wie folgt definieren: Unter Schamanismus verstehen wir alle Rituale, Zeremonien, Praktiken und Techniken, die

- die Tür zu transzendenten Welten und Mächten durch Bewußtseinstransformation oder Trance-Induktion öff­nen,

- dazu dienen, mit Geistwesen oder Geistführern zu kom­munizieren, zu kooperieren, sie zu inkorporieren und mit Opfern ihre Hilfsbereitschaft zu erkaufen,

 

- zu Reisen in Zeit und Raum, insbesondere zu außerkör­perlichen Reisen, verhelfen,

- helfen, übernatürliche Fähigkeiten zu entwickeln und zu demonstrieren (wie zum Beispiel beim Feuerlauf).

 

Zur Persönlichkeitstheorie des Schamanismus

 

Die Elemente einer Persönlichkeitstheorie des Schamanismus umfassen folgende Grundannahmen:

 

1. Der Mensch ist ein immaterielles Wesen; er lebt in sei­nem Körper wie in einem Haus; der Mensch kann seinen Körper verlassen und in transzendente Welten reisen. (In der transzendenten Welt gibt es weder Zeit noch Raum, d.h. Schamanen können blitzschnell • schneller als das Licht - an einen anderen Ort reisen.)

 

2. Krankheit ist ein geistiges oder seelisches Problem. Entweder hat die „Seele" den Körper verlassen und muß zurückgeholt werden, oder ein fremder Geist hat den Kör­per in Besitz genommen und muß vertrieben werden.

 

3. Transzendente Mächte können den Menschen in Besitz nehmen und kontrollieren. Sie können

- seine Gedanken(-welt) inspirieren und kontrollieren

- seine Emotionen steuern

- ihn zittern, zucken, zappeln lassen

- Träume und Visionen (siehe oben) inszenieren

- seinen Mund als Sprechwerkzeug benutzen (vgl. Elia-de, S.82,92,95,98,278, 349,352,354)

- Wärme oder gar Hitze im Körper erzeugen (vgl. Elia-de, S.392)

- ihn unkontrollierbar machen und toben lassen (vgl. Eliade, S. 354)

- ihn berufen, zur Einweihung und zum Schamanen-tum zwingen, ihn krank machen, quälen und töten

- ihn zwingen, sich umzubringen oder sich selbst zu verletzen (vgl. Eliade, S. 354)

 

4. Schamanen sind Besessene; sie sind im Besitz bzw. un­ter der Kontrolle transzendenter Mächte. Ihre übernatür­lichen Fähigkeiten und Kenntnisse verdanken sie geisti­gen Mächten, die sie kontaktieren, konsultieren und in­korporieren. In schamanischer Sicht sind sie keine laten­ten, „inneren" Ressourcen, Fähigkeiten oder Potentiale, die entwickelt, aktiviert oder mobilisiert werden müssen. Übernatürliche (ASW-) Fähigkeiten sind somit immer ein Hinweis auf die Kooperation mit transzendenten Mäch­ten bzw. auf deren Inkorporation.

5. Außerkörperliche Erfahrungen und übernatürliche Fä­higkeiten sind keine Form der „Bewußtseinserweiterung". Übernatürliche Fähigkeiten sind keine Eigenschaften ei­nes „erweiterten" menschlichen Bewußtseins; in schama­nischer Sicht werden sie transzendenten Mächten geschul­det. Eine Eigenschaft des menschlichen Bewußtseins be­steht darin, daß es sich vom Körper lösen und in Raum und Zeit (in Vergangenheit oder Zukunft) reisen kann.

Techniken der Bewußtseinstransformation und Trance-Induktion

 

Mittel und Techniken der Bewußtseinstransformation und Trance-Induktion des Schamanismus sind

 

- der ekstatische Weg der Tranceinduktion durch Musik, Tänze und Gesänge, insbesondere mit Hilfe von Trom­meln und Rasseln

- bewußtseinsverändernde Drogen, Gifte, Halluzinogene

- Entspannungsübungen

- Visualisierungen und Imaginationen

- Atemübungen und -techniken

- Sensorische Deprivationen aller Art: wie z.B. äußere und innere Stille oder Leere (des Geistes, der Gedanken)

- Konzentrationsübungen und

- Wahrnehmungsübungen

 

In enger Anlehnung an Achterberg (1990, S. 49/7) können folgende Techniken der Bewußtseinstransformation und Trance-Induktion unterschieden werden:

1. Techniken, die die optischen und/oder akustischen Sin­neskanäle ansprechen. Es sind Techniken der Reiz-Kon­zentration, Reiz-Deprivation (des Reizentzuges), der Reiz-Überflutung, der rhythmisch-monotonen oder extrem kur­zen Reizpräsentation, wie z.B.

- ekstatisch-monotone Tänze und Gesänge (mit Trom­meln und Rasseln)

- Flicker- /Laser- Licht in Diskotheken (vgl. Meckelburg 1994, S. 73, 250)

- der Isolationstank

- Dunkelheit

2. Techniken, die den Körper schwächen, wie z.B.

- Fasten (Nahrungsentzug)

- Schlafentzug („Durchmachen /-tanzen")

- Vegetarismus

- Schwitzhütten (Sauna)

- Sexuelle Askese

- Salz-, Wasserentzug

- Körperliche und seelische Überforderung (z.B. durch Erniedrigung und Demütigung)

3. Techniken, die die Sinneswahrnehmung und die Ner­ven- und Denktätigkeit beeinträchtigen, wie z.B.

- Drogen und Alkohol

- Gifte

- Halluzinogene (Fliegenpilz, Peyote, Ecstacy usw.)

4. Techniken, die den Geist, das Bewußtsein auf einen imaginierten optischen, akustischen oder symbolischen Reiz lenken, wie z.B. die Konzentration in/auf

- Kerzenflammen

- Worte oder Mantren

- Töne, Klänge (® Klangtherapie)

- Farben (® Farbtherapie)

- „Heilige Wörter", Symbole

- geistige Bilder (Szenen, Filme)

5. Techniken, die sozial isolieren

- Höhlenleben sogenannter Heiliger, wie z.B. in Tibet

- monastisches Leben (der Mönche)

- Visionssuche der Schamanen

6. Weitere Hilfsmittel der Trance-Induktion sind:

 

- Düfte (vgl. Oertli, S. 159) und Duftlampen (vgl. Oertli, S.153)

- Trommeln, Rasseln (vgl. Oertli, S. 154/5)

- Kraftlieder, -Objekte, -orte (vgl. Oertli, S. 154 ff., 171)

- Tänze und Gesänge (vgl. Oertli, S. 160)

- Symbole (vgl. Oertli, S. 160)

- Stereotypes Verhalten (vgl. Oertli, S. 163)

- Rituale/Zeremonien (vgl. Oertli, S. 163)

- Mandalas (vgl. Oertli, S. 194)

- Chakren - Meditation (vgl. Oertli, S. 204 ff.)

Nach Stanislaw Grof (1997) - einem Vertreter der Trans­personalen Psychologie - gehören zu den bewußtseinsver­ändernden bzw. tranceinduzierenden Techniken, Umstän­den oder Ritualen:

- Drogen aller Art (LSD, Haschisch usw.)

- Meditation und Yoga

- Atemübungen, Atemarbeit

- Aufmerksamkeits-, (Wahrnehmungs-, Konzentrat­ions-) Übungen

- Körperarbeit

- Biofeedback

- Musik, rhythmisches Singen, Tanzen mit Trommeln, Rasseln usw.

- Sensorische Deprivation (Reizentzug in der „Stille", z.B. im Wasser- oder Isolationstank)

- Schlaf-, Wasserentzug

- Drehtänze (Kreiselübungen)

- Hypnose

- Urschreitherapie

- Mysterienkulte der Antike

- Kasteiungen (vgl. Grof, S. 28, 228, 250, 348, 354 f).

Zu den Kommunikationstechniken gehören u.a. die An­rufung der Geister in Form von

- Worten, Liedern und Tänzen der Kraft

- Anrufungs- und Beschwörungsworten oder -formeln

- langanhaltenden und sich ständig wiederholenden Tänzen und Gesängen („Lobpreis")

10. Schamanismus in biblischer Sicht

Wie der Schamanismus unterscheidet auch die Bibel eine sichtbare und eine unsichtbare Welt. Ebenso gibt es in der unsichtbaren Welt zwei voneinander getrennte Rei­che oder Bereiche: Statt einer Himmels- und einer Unter­welt kennt die Bibel ein Reich Gottes, ein Reich des Lichts und ein Reich der Finsternis sowie Himmel und Hölle. Gott und Gottes Reich sind gekennzeichnet durch Liebe, Wahrheit und Barmherzigkeit. Gottes Widersacher und sein Reich zeichnen Haß, Lüge und Grausamkeit aus. Satan ist ein Mörder und Lügner, der Vater der Lüge, er kommt nur, um zu töten, zu stehlen und zu zerstören (Joh. 8,44; 10,10) - auch wenn er zunächst als „Engel des Lichts" erscheinen mag (2. Kor. 11,14).

 

Die unsichtbare Welt ist also nicht leer. Im Reich Gottes gibt es Gott, den Vater, den Sohn (Jesus) und den Heili­gen Geist, sowie die Engel Gottes. Im Reich der Finster­nis wirken die Mächte der Finsternis, Satan und die En­gel Satans, die bösen Geister und Dämonen.

Aus guten Gründen hat Gott die Tür zur unsichtbaren Welt fest verschlossen, und der Gesamtkontext der Bibel macht deutlich, dass wir die Tür zur unsichtbaren Welt öffnen können, aber nicht öffnen sollen.

 

Wenn es zwei gegensätzliche Reiche gibt, dann muß es auch zwei Wege und zwei Türen geben, einen biblischen und einen unbiblischen oder okkulten Weg. Der biblische Weg öffnet die Tür zum Reich Gottes, der unbiblische die Tür zum Reich der Finsternis.

 

Der Weg und die Tür zum Reich Gottes ist einzig und allein Jesus Christus: Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Er ist der Weg zu Gott, zum Vater (Joh. 14, 6). Wer diesen Weg geht und die Tür zum Reich Gottes öffnet, erhält das ewige Leben im Reiche Gottes.

Einzige Voraussetzung ist der Glauben an Jesus Christus, Gottes Sohn, der unsere Sünde und Schuld am Kreuz von uns genommen und den Weg zur Versöh­nung mit Gott (wieder) frei gemacht hat.

 

Während es nur einen Weg zu Gott gibt, gibt es unzähli­ge, unbiblische und okkulte Wege ins Reich der Finster­nis. In biblischer Sicht öffnet jeder Verstoß gegen Gottes Willen, Gottes Wort und Gottes Gebote früher oder später die Tür zum Reich der Finsternis.

a) Der schamanische Weg zur spirituellen Welt ist der Weg der Ekstase, der Trance und der Stille oder Leere. Gottes Wort lehrt uns, wir sollen nüchtern, wach und wachsam sein (vgl. Mt 26, 41; Mk 13, 33 ff; 14, 38; Lk 12, 35 ff; 21, 36; 1. Thess. 5, 6; 2. Kol 4, 2; 2. Thess. 5, 6; l. Kor 16, 13; 1. Petr. 5, 8); wir sollen unseren Geist nicht leermachen. sondern mit dem Wort Gottes, mit dem Heiligen Geist oder Geist Gottes füllen (Mt 12, 43 ff; ps. l, 3; Jos l, 8). Es ist kein Zufall, dass unbiblische Wege immer das Gegenteil des biblischen Weges fordern. Das zeigt sich auch an an­deren schamanischen oder magischen Praktiken:

 

b) Das erste Gebot fordert, daß wir Rat und Hilfe nur bei Gott und nicht bei anderen Göttern suchen sollen, daß wir andere Götter nicht anbeten und verehren sollen. Scha­manische Praktiken fordern uns gerade hierzu auf.

 

c) Das zweite Gebot fordert, daß wir uns kein Ab-Bild von Jenseitswesen - weder in Natur noch im Geiste – machen sollen. Schamanische Praktiken fordern uns auf, uns ein geistiges Wesen vorzustellen.

 

d) Die Bibel sagt, daß Gott in seltenen Fällen in Träumen und Visionen mit seinen Auserwählten, den Gläubigen, spricht, wenn ER es will. Zugleich verurteilt Gott die Pro­pheten, die nach eigenem Willen weissagen (Amos 7, l; 8, l; Hes. 8, l; 13, l; Sach l, 7; l. Kö 22, 19; Jer. 23, 16 £f.; Daniel 10).

 

e) Auch die Bibel kennt das Phänomen der außerkörperli­chen Reisen und Zeitreisen (vgl. Hesekiel, Paulus und Offenbarung des Johannes). Gottes Geist kann die Seele eines Auserwählten herumfuhren und Geheimnisse offen­baren, wenn ER es will. Aber der biblische Gesamtkon­text macht deutlich, dass wir niemals eigene Anstrengun­gen unternehmen sollen, unseren Körper zu verlassen.

 

f) Die Bibel verbietet Wahrsagerei, Magie, Hexerei und Zauberei; Schamanen sind aber Magier, Zauberer und Wahrsager (3 Mos. 19, 26; 20, 6, 27; 5 Mos. 18/10 ff; 2 Mos 22, 17; Off 21, 8; Gal 5,19).

 

Die Bibel nennt schließlich auch die Folgen der Verlet­zung göttlicher Gebote, die den Menschen schützen und ihm nicht schaden sollen. Diese sind:

- Unruhe und Unfrieden (vgl. Jes. 48, 22; Jes. 57, 21)

- Besessenheit (vgl. unten)

- der Fluch des Ungehorsams in Form von Armut, Ver­schuldung, Krankheit, Unglück, geistiger Blindheit, so­zialem und moralischem Verfall (vgl. 5 Mose 28,15 ff.) und schließlich

- ewige Verdammnis, ewiges Getrenntsein von Gott (Off 21, 8 ff, 22, 15)

 

Die Bibel kennt das Phänomen der Inkorporation geisti­ger bzw. dämonischer Mächte in den Körper, und sie warnt uns vor den schlimmen Folgen der Besessenheit durch böse Geister und Dämonen. Sie können Menschen

 

- asozial und gewalttätig (Mt 8, 28 ff; Saul; in Samuel)

- wahnsinnig und geisteskrank (Saul; Mt 8/28 ff.)

- blind, taub, stumm und krumm (vgl. Mt 12,22 ff.; 9, 32 ff; Mk 3/22 ff; 7/32 ff; Lk 11,14 ff, 13,10 ff.) machen, und sie können uns übernatürliche Fähigkeiten und Kenntnisse geben (vgl. Apg 16/16 ff.)

Die schamanischen Berichte über außerkörperliche Erfah­rungen und Inkorporationen bestätigen den Wahrheits­gehalt der biblischen Warnung nur allzu gut.

11. Wissenschaft und Schamanismus

Wissenschaftler neigen dazu, die schamanische Sicht als unwissenschaftlich, weltfremd und mittelalterlich abzu­lehnen, ohne sich auch nur eine Minute mit der Thematik befaßt zu haben. Die materialistisch orientierte Wissen­schaft will nur glauben, was sie mit eigenen Augen gese­hen hat. In Wirklichkeit ist dieser naive Empirismus völ­lig weltfremd. Wollten wir nur akzeptieren, was wir mit eigenen Augen gesehen haben, müßten wir ab sofort fast nur noch schweigen. Wir leben davon, daß wir unseren Mitmenschen glauben, was sie uns berichten und überlie­fern. Noch niemand hat ein Atom, ein Schwarzes Loch, das Selbst- oder das Unterbewußtsein gesehen, trotzdem benutzen wir diese Begriffe.

 

Wissenschaft bietet uns Konstrukte an, um die Welt zu ordnen, zu deuten, zu verstehen und zu erklären. Die Kon­strukte selbst sind meist recht willkürlich und zufällig entstanden. In der Regel basieren sie auf dem Glauben der Wissenschaftler. Selbst die Basissätze der empirisch­analytischen Wissenschaften finden ihre Anerkennung nur auf der Grundlage eines Konsensus der Gemeinschaft der Wissenschaftler (vgl. Sir Popper), deren Einstellung vom Zeitgeist und Glauben beeinflußt wird. Viele allgemein anerkannte Theorien und Konstrukte sind längst wider­legt, dennoch werden sie als wissenschaftliche Erkennt­nis weitergegeben. Ein Musterbeispiel hierfür ist die so­genannte Evolutionstheorie (vgl. u.a. Gitt).

 

Die materialistische Wissenschaftsauffassung lehnt die Annahme einer unsichtbaren Wirklichkeit entschieden ab, obwohl mehr als fünf Milliarden Menschen auf diesem Planeten, darunter die Anhänger der großen Weltreligio­nen, von der Existenz transzendenter Welten und Mächte überzeugt sind. Damit stellt sich die Frage: Befinden sich Milliarden von Menschen im Irrtum, und sind nur die Wissenschaftler im Besitz der Wahrheit?

 

Einige Tatsachen sprechen eindeutig gegen die materiali­stische Wissenschaftsauffassung:

1. Tausende von Wissenschaftlern und Akademikern ver­mitteln, innerhalb und vor allem außerhalb der Universi­täten schamanische Lehren und Praktiken, insbesondere Psychologen, Psycho- und Hypnotherapeuten, Psychiater, Mediziner, Pädagogen, vor allem in den USA. Vielfach werden diese Praktiken unter Titeln wie NLP, Visualisierung, Imagination, Fantasiereisen angeboten.

 

2. Einige Professoren, Doktoren und Dozenten aus den genannten Fachgebieten sind selbst Schamanen. Schama­nen sind auch bei den Ethnologen, Völkerkundlern, Kul­turanthropologen zu finden. Viele Psychologen und Hypnotherapeuten haben bei Schamanen gelernt. Schamane war C. G. Jung und vermutlich auch S. Freud. Jung hatten mindestens drei Geistführer. Geistführern widmen auch Bandler, Grinder, Shakti Gawain sowie (in Deutschland) Kutschera und Harbauer ihre Bücher. Schamanen sind auch Vertreter der Transpersonalen Psychologie.

3. Schamanen können selbst jene Professoren sein, die sich nicht offen zum Schamanismus bekennen, mit aggressi­ven und repressiven Mitteln schamanische (und biblische) Sichtweisen bekämpfen und in der Freizeit in Geheimge­sellschaften oder Bruderschaften Schamanismus prakti­zieren.

4. Viele Autoren, Wissenschaftler, Musiker, Künstler ha­ben bzw. hatten einen Geistführer, so zum Beispiel viele große Musiker, Dichter und Denker der deutschen Klas­sik sowie berühmte Popmusiker der Gegenwart.

5. Viele öffentlich geehrte und gefeierte Autoren und Wis­senschaftler, die durch zahlreiche Publikationen in kur­zer Zeit auffallen, lassen ihre Werke im Trancezustand von ihrem Geistführer „automatisch" schreiben.

6. Die wirkliche Verbreitung des Schamanismus ist auch deshalb schwer einzuschätzen, weil viele Wissenschaftler die Wahrheit mit falschen Begriffen zu verschleiern su­chen. So steht zum Beispiel für

- transzendente Welt: Un(ter)bewußtsein (ÜB), kollek­tives Unbewußtsein, Innenwelt, Tiefe der Seele

- transzendente Mächte: Selbst, Archetypen, Kraft/ Macht des ÜB, innerer Arzt/Ratgeber, Heilkraft/Selbst­heilungskräfte usw.

Tor zur Unterwelt/transzendenten Welt: Tor/Tür zum ÜB, Tür zur Innenwelt

Trance-Induktion: Entspannung, Visualisierung, Los­lassen, Konzentration, Fokussierung usw.

12. Schamanismus - unsere Zukunft?

Schamanische Lehren und Praktiken breiten sich gegen­wärtig in einem rasenden Tempo in allen Lebensberei­chen aus.

 

Sekten und Esoterik

Wie nicht anders zu erwarten, werden schamanische Prak­tiken und Techniken in fast allen Sekten, okkulten und esoterischen Psychogruppen, feministischen Zirkeln und Geheimbünden gelehrt und praktiziert; meist unter den Namen Trance-, Bewußtseins-, Fantasie-, Seelen- oder Astralreise.

Es gibt immer mehr schamanische Seminare und Kon­gresse, die schamanische Reisen, rituelle Körperhaltun­gen und ekstatische Techniken einüben. Einzelne Grup­pierungen wollen das Christentum verbieten lassen und durch den Schamanismus (= Hexerei, Magie und Zaube­rei) ersetzen (vgl. die Zeitschrift „Visionen").

Ein besonderes Interesse am Schamanismus haben DIE GRÜNEN, die enge Verbindungen zu Schamanen, India­nern, Yogis und Meistern des Femen Ostens pflegen. Scha­manische Praktiken können auch in der Hannoverschen Hexenschule gelernt werden (vgl. Schädelapalter 1/1994).

Darüber hinaus dringen schamanische Lehren und Prak­tiken in alle Lebensbereiche ein. Sie finden sich u.a. in

- Ferienclubs

- Schwangerschaftskursen

- Rückenschulen

- Kurkliniken

- Einrichtungen der Ehe- und Lebensberatung

- Hochleistungssportarten

- Management- und Motivationsseminaren, in der

- Militärspionage (vgl. Meckelburg) sowie in der

- Jugendkultur

Im folgenden sollen deshalb einige Bereiche näher beleuch­tet werden.

Techno-Szene

Techno-Parties sind schamanische Rituale der Neuzeit, die Jugendliche in Trance versetzen und somit für unsicht­bare Welten und Mächte öffnen. Dies wird keinesfalls ge­heimgehalten, sondern von den Organisatoren sogar im öffentlichen Fernsehen freimütig bekannt. Weitere Hin­weise sind Namen der Diskotheken sowie der Musik, wie z.B.: Trance, Ekstase, Trip-Hop usw. Während Schama­nen in der Regel nur eine einzige tranceinduzierende Tech­nik nutzen, um entweder ihren Körper in der schamani­schen Reise zu verlassen oder einen Schutzgeist zu inkor­porieren, setzt die Techno-Szene unsere Jugendlichen al­len tranceinduzierenden Techniken zugleich aus, wie zum Beispiel

- langandauernde, rhythmische Musik

- Einnahme von Drogen (Ecstasy)

- Dunkles Licht

- Körperliche Erschöpfung

- Laser- und Flickerlicht, Stroboskope mit ihrem tran­ceinduzierendem Effekt (vgl. Meckelburg 1997)

- Lasershows mit tranceinduzierenden Techniken, wie zum Beispiel Laser-Projektionen von Tunneln und Spi­ralen

- Rauch-und Aromastoffe

- Kerzenlicht und Schaukelliegen in Ruhe- und Entspan­nungsräumen

- Schamanische Rituale wie Feuerlaufen (vgl. unten)

Derartige Rituale, die unsere Jugend mit den Mächten der Finsternis in Kontakt bringen, werden zunehmend auch in christlichen Kirchen und Gemeinden angeboten, um die Kinder und Jugendlichen zu „Gott" zu führen.

Moderne Psychologie und Psychotherapie

Auch die modernen Wissenschaften, insbesondere Psycho­logie, Psychotherapie und Medizin greifen zunehmend auf schamanische Techniken und Prinzipien zurück:

Wenn die schamanische Sicht richtig ist, wonach Tran­ce immer nur die Tür zu transzendenten Welten und Mäch­ten öffnet, dann ist auch die klassische Psychoanalyse nach Sigmund Freud eine schamanische Technik.

In der Tat experimentierte Freud zunächst mit der Hyp­nose, später mit der Öffnung des Dritten Auges durch Daumendruck, wie wir es von indischen Gurus und Yogis bei der Initiation kennen. Schließlich wurde er zu einem weniger auffälligen, sanften Verfahren der Trance-Induk­tion inspiriert, das u.a. schamanische und fernöstliche Techniken kombiniert, wie zum Beispiel:

 

a) die Entspannung von Körper, Geist und Seele durch Liegen auf der Couch und „freie Assoziation". Die Rüc­kenlage gilt bei Schamanen als rituelle Körperhaltung, die für transzendente Welten öffnet (vgl. Goodman I, S. 94)

b) die „Augen-oben-Stellung" durch die Positionierung von Arzt und Patient, wobei der Arzt oder Therapeut hin­ter dem Klienten sitzt. Diese Augen-oben-Stellung wird seit Tausenden von Jahren in den fernöstlichen Reli­gionen von Gurus und Yogis zur Öffnung für transzen­dentale Erfahrungen genutzt und in den „Heiligen Schriften" der Hindus, so zum Beispiel in der Baghavad-Gita als Meditationstechnik empfohlen

c) der hypnagoge Zustand des Patienten (zwischen Wa­chen und Schlafen) durch Entspannung und freie As­soziation.

Die „Studien über Hysterie" (mit Breuer) machen deut­lich, daß es Freud bei seinen Patienten mit Besessenen zu tun hatte, und daß er in der Hypnose nicht mit dem „Un­bewußten" oder „Unterbewußtsein" der Patienten, sondern mit transzendenten Mächten kommunizierte, die ihn ir­reführten und belogen (Beispiel: frühkindliche Verfüh­rungserlebnisse). In schamanischer Sicht können tran­szendente Wesen und Mächte Träume und Visionen, früh­kindliche Erinnerungen und Traumata inszenieren. Die in Hypnose oder Trance gewonnenen Erfahrungen, die angeblichen Botschaften aus dem „Unbewußten" oder „Unterbewußtsein", sind in schamanischer Sicht nichts anderes als Botschaften aus transzendenten Welten. In biblischer Sicht: Botschaften aus dem Reich der Finster­nis, dessen Oberster der „Vater der Lüge" ist.

In der Regel dienen diese Lügen dazu, Ehen und Familien zu zerstö­ren und die Patienten gegen ihre Eltern aufzubringen. Dazu paßt, daß die Therapeuten oder Therapeutinnen sich niemals die Mühe machen, den Wahrheitsgehalt der Bot­schaften aus dem „Unbewußten" oder „Unterbewußtsein" kritisch zu überprüfen.

In psychoanalytischer Sicht ist die Analyse und Deutung von Tag- oder Nachtträumen im Zustand einer leichten Trance ein Dialog mit dem „Unbewußten" oder „Unterbe­wußtsein", in schamanischer Sicht jedoch ein Dialog mit transzendenten Mächten, die Gedanken, Träume, Visio­nen, Emotionen und Kindheitserinnerungen steuern und kontrollieren können.

 

b) Auch die analytische Psychologie von C. G. Jung ist eine schamanische Technik. Es ist bekannt, daß Jung aus einem spiritistischen Elternhaus stammt und ständige Kontakte zu Geistführern hatte, die ihn zu seinen „wis­senschaftlichen Erkenntnissen" inspirierten. Auch in der Jung'schen Analyse werden Träume und Bilder oder Ima­ginationen als Wege der Kommunikation mit dem „Unbe­wußten" oder „Unterbewußtsein" verstanden, während sie in schamanischer Sicht Mitteilungen aus der jenseitigen Welt sind. „Traumarbeit" ist in Wahrheit immer ein Dia­log mit Jenseitswesen.

 

c) Weitere schamanische Techniken der modernen Psy­chologie und Psychotherapie sind

- die aktive Imagination und

- das Katathvme Bild-Erleben.

Hierbei werden die Patienten zunächst durch Reizreduk­tion, Entspannung, Imaginationen und Visualisierungen in einen leichten Trancezustand versetzt. Dann sollen sie sich ein geistiges Wesen vorstellen (eine Gestalt, einen Dämon, das „innere Kind", das „Selbst" usw.) und mit die­sem Kontakt aufnehmen und kommunizieren. Oder sie sollen sich vorstellen, auf einer grünen Wiese, auf einem Berg (im Himmel) bzw. auf dem Meeresgrund (in der Unterwelt) zu sein.

d) Schließlich sind auch Silva-Mind-Control und NLP scha­manische und magische Psychotechniken. In der Regel geht es auch hier um

- die Induktion außergewöhnlicher Bewußtseins- oder Trancezustände

- die Imagination oder Visualisierung von Zielen und Wünschen

- die Aktivierung oder Mobilisierung angeblich innerer Ressourcen, Potentiale und Fähigkeiten

- die Anleitung zu außerkörperlichen Seelen- oder Astral­reisen (z.B. durch Ansprechen aller Sinne)

- die Kontaktaufnahme zu geistigen Wesenheiten

- die Entwicklung und Demonstration übernatürlicher oder magischer Fähigkeiten (ASW = außersinnliche Wahrnehmung), wie z.B. Schmerzunempfindlichkeit und Unverletzlichkeit im Feuerlauf

e) Reiner Schamanismus ist die Transpersonale Psycho­logie. die in Deutschland von Professoren der Transperso­nalen Gesellschaft vertreten wird. Ein genaues Studium der einschlägigen Literatur von Grof, Tart u.a. offenbart den schamanischen Charakter dieser „Wissenschaft". Auch hier geht es wiederum um die Öffnung des Menschen für jenseitige Welten und Mächte, so z.B. durch „holotrope Atemarbeit" (Grof) für außerkörperliche Erfahrungen und

Reisen (out-of-body-experiences) und Kontakt zu überna­türlichen Wesenheiten mit übernatürlichen Fähigkeiten.

 

f) Schamanische Techniken sind auch Formen der Hyp­nose- oder Hypnotherapie. die Menschen in Hypnose und Trance versetzen, um universale Wunder, wie z.B. Wun­derheilungen oder Zeitreisen in die Kindheit, die präna-tale Phase sowie die Reise in „frühere Leben" zu vollbrin­gen.

Moderne Medizin

Schamanische Techniken nutzt inzwischen auch die mo­derne Medizin, so zum Beispiel die Krebstherapie nach Simonton und Achterberg sowie die Krebsnachsorge ver­schiedener karitativer Verbände. Nach Simonton werden die Patienten durch Entspannung und Visualisierung in einen leichten Trancezustand versetzt. Dann werden sie angeleitet, außerkörperliche Reisen zu unternehmen - ent­weder nach oben auf einen Berg oder nach unten auf den Meeresgrund - und sich ein Geistwesen - den „inneren Arzt" oder „inneren Ratgeber" vorzustellen, und diesen um Rat und um Hilfe zu bitten. Ein Musterbeispiel ist das „Bochumer Gesundheitstraining" (vgl. Beitel)

Moderne Wissenschaftstheorie

Schamanischen Charakter hat auch das von Jürgen Habermas konzipierte Modell der kritisch-emanzipatorischen Wissenschaften der Frankfurter Schule, die den Menschen und die Gesellschaft revolutionieren möchte. Es ist das Modell der „Tiefen-Hermeneutik" (vgl. Habermas), das auf der Psychoanalyse Freuds basiert. Danach sollen die „kritischen Wissenschaftler" die inneren, angeblich verdräng­ten und unterdrückten Erfahrungen des Menschen, die im „Unterbewußtsein" oder „Unbewußten" gespeichert sein sollen, mit Hilfe psychoanalytischer Techniken (vgl. oben) aufdecken. Im Kontext „kritischer Theorie" ist das „Unbe­wußte" oder „Unterbewußtsein" Quelle und Garant wah­rer Erkenntnis. In schamanischer Sicht öffnen trancein­duzierende Techniken der Psychoanalyse immer nur die Tür zu transzendenten Welten und Mächten, die den Men­schen eher schaden und irreführen als helfen wollen. Im Modell der Tiefen-Hermeneutik bezieht „kritische Theo­rie" wissenschaftliche Erkenntnis in Wahrheit mit Hilfe medialer Techniken aus einer anderen, transzendenten Welt.

 

Schulen und Kindergärten

Schamanische Reisen, magische Atemübungen, Kreis- und Kerzenrituale sowie Hexenprojekte werden inzwischen in fast allen Schulen und Kindergärten angeboten. Hier un­ter den harmlos klingenden Namen „Stilleübungen" und „Fantasiereisen". Das Grundmuster der „Stilleübun­gen" und „Fantasiereisen" in Schulen und Kindergärten ist in der Regel völlig identisch mit den Anleitungen mo­derner Schamanenliteratur zur Einleitung außerkörper­licher Seelen- oder Astralreisen (vgl. u.a. Modernes Lexi­kon der Esoterik, Hamer, Oerth, Cowan). Das Setting sieht in der Regel wie folgt aus:

• Ruhiger, abgedunkelter Raum

• Kerzenlicht

• Trommel- oder meditative Musik

• Entspannung von Körper, Geist und Seele

• Atemübungen

• Imaginationen („Stell Dir vor"...)

 

Dabei werden auf der Grundlage des NLP (vgl. oben) in der Regel alle Sinne der Kinder angesprochen. In der Vor­stellung sollen sie etwas sehen, hören, fühlen, tun, was sie in Wirklichkeit nicht erleben. In Wahrheit liegen sie eventuell in Rückenlage (!) auf dem Boden. Mit Hilfe sug­gestiv vorgetragener Texte sollen sie sich vorstellen, in einer anderen, virtuellen Welt zu sein.

 

Das von Kultusministerium der Länder initiierte Programm Klasse 2000. das in allen Grundschulen von der ersten Klasse an eingeführt werden soll, ist nichts anderes als ein erster Einführungskursus in die Geheimnisse und Grundtechniken des Schamanismus und der Magie. Es enthält magische und tranceinduzierende Entspannungs-, Atem- und Visualisierungsübungen sowie Anlei­tungen zu außerkörperlichen Reisen in die Unterwelt bzw. auf den Meeresgrund („Kapitän Nemo").

 

Dieses sogenannte Gesundheitsprogramm vermittelt un­seren Kindern ein magisches Welt- und Menschenbild und wird unsere Kinder schwerkrank machen. Lehrer und Schüler, die niemals an Gott und seine Kraft glauben würden, glauben wider alle Vernunft an die präventive und heilende Kraft von Atem- und Entspannungsübun­gen, Vorstellungsübungen und „Fantasiereisen". Dies be­stätigt wieder einmal mehr: Wo der Glaube an Gott ver­worfen wird, kehrt der Aberglaube ein.

Management- und Motivationsseminare

Schamaische Techniken und Rituale sind Bestandteil vieler Management- und Motivationsseminare, insbeson­dere der NLP-Seminare mit tranceinduzierenden Techni­ken und schamanischen Krafttierritualen, bei denen das „Krafttier" mit Gesten, Lauten und Symbolen imitiert („ge­spiegelt") werden soll, um das „Krafttier" bzw. den Geist des Krafttieres zu inkorporieren. Ist die Trance und/oder Inkorporation erfolgreich, können die Seminarteilnehmer übernatürliche Fähigkeiten wie zum Beispiel Unverletz­lichkeit und Schmerzunempfindlichkeit im Feuerlauf de­monstrieren, wobei noch einmal daran erinnert werden soll, daß die Schamanen aller Kulturen und Regionen die­ses Phänomen dem Wirken der Geister und nicht etwa physischen/physikalischen und/oder psychologischen Wirkmechanismen zuschreiben.

Fernsehen

Schamanische Praktiken und Techniken finden sich zu­nehmend auch im Fernsehen. Einführungskurse in scha­manisches Denken und Handeln bringt zuweilen der Kin­derkanal der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Die Sendereihe „Kassai und Leuck", die den Kindern täglich sogar zweimal präsentiert wurde, soll unsere Kinder mit allen Formen der Magie, Hexerei und Zauberei bekannt­machen.

In eine japanische Zeichentrickserie wurden offensicht­lich Flickerlichtsignale eingebaut, so daß Hunderte von Kindern schwerkrank wurden und in die Psychiatrie ein­geliefert werden mußten. Auch die Musiksender arbeiten mit extrem kurzen Bildschnitten, die die Zuschauer in Trance versetzen können. Dazwischen werden - kaum wahrnehmbar - okkulte Symbole, dämonische Gestalten oder Pornoszenen eingeblendet. Schließlich gibt es immer wieder lange Tunnelfahrten in ein weißes, gleißendes Licht, die den Zuschauer zu außerkörperlichen Erfahrun­gen veranlassen können.

Fantasy-Parks und Expo

Die geschilderten Techniken sind fester Bestandteil der Fantasy-Parks und Expo-Ausstellungen, die mehr und mehr den Charakter schamanischer Trainingszentren und okkulter Fallen annehmen. Moderne Multi-Mediasysteme, Großbildschirme und Simulationstechniken aller Art sollen „Reisen in eine virtuelle Welt" initiieren. Wie bei den Texten zu den Fantasiereisen im NLP oder in den Schulen und Kindergärten sollen möglichst alle Sinne angesprochen werden, so daß der Besucher die Vorstel­lung oder Illusion hat, in einer anderen Welt oder Region zu sein, als er in Wirklichkeit mit seinem Körper ist. Dies ist die schamanische Ausgangssituation für außerkörper­liche Erfahrungen. Hat die Seele auch nur einmal den Körper verlassen, ist die Tür zur anderen, jenseitigen Welt geöffnet und läßt sich mit medizinischen und/oder psy­chologischen Mitteln nicht mehr schließen. Derartig zwei­felhafte Attraktionen sind der Kern der Expo in Lissabon, aber auch der Expo 2000 in Hannover (Themenpark).

Christentum und Charismatik

Bei so viel Fortschritts- und Technikgläubigkeit dürfen auch die Christen und die christlichen Kirchen nicht feh­len. Ihre Vertreter und Repräsentanten schwärmen gera­dezu euphorisch von diesen Ausstellungen, ihren Konzep­ten und Techniken. Während zum Beispiel die Landes­kirchen Jugendliche mit Techno-Parties zu „Gott" führen wollen, zelebrieren mancherlei charismatische Gemeinden ganz offen schamanische (Besessenheits) Rituale in Form einer sogenannten Geistestaufe, die vielfach wö­chentlich wiederholt wird. Mit Hilfe langandauernder (Lob) Gesänge mit rhythmischem Klatschen, Singen, Stampfen, Hopsen und Hüpfen, kollektiven Zungengebe­ten und Zungengesängen werden die Teilnehmer in einen tranceartigen Bewußtseinszustand versetzt. Mit Formeln wie „Komm, Heliger Geist" oder die „Salbung ist hier" werden - ähnlich wie im Schamanismus oder Voodoo-Kult transzendente Mächte angerufen und herbeigelockt. Die Inkorporation dieser Mächte zeigt sich auch hier - wie bei den Schamanen - im Zittern, Zucken, Zappeln, im Schüt­teln, Verrenken und Verkrampfen, im Schneiden von Gri­massen, in Tierstimmen, Autismen, im „Heiligen" (oder Höllischen) Lachen, im Umfallen und Wälzen auf dem Boden.

Wie die Schamanen (oder Magier)

- erweisen sie in ihren „Gottesdiensten" allen „vier Him­melsrichtungen" die Ehre

- gehen sie immer wieder in die Stille, um die „Stimme Gottes" zu hören oder gar zu sehen

- suchen sie nach Visionen oder geistigen Bildern, die sie führen und leiten sollen

- nutzen sie Bibelverse wie Beschwörungsformeln, die sie ständig wiederholen

- unternehmen sie Zeit- oder Fantasiereisen in die frühe Kindheit oder zu Jesus, um dem „Geist Jesus" zu begeg­nen.

 

- deuten sie Träume in der Seelsorge als „Botschaften Gottes"

- nutzen sie Worte der Kraft - oder Kraftworte - („Heili­ger Geist, komm"; „die Salbung ist hier")

- gebrauchen sie Gegenstände und Fotos als Kontaktbrüc­ken für Formen der Bildmagie und Zauberei

- verwenden sie Banner und Fahnen mit besonderen Far­ben, um Kontakt mit geistigen Mächten zu bekommen

- inkorporieren sie im „Prophetischen Tanz" geistige Mächte, die den Körper als Mittel der Prophetie, der Mitteilung von Botschaften aus der geistigen Welt nut­zen sollen

- üben sie rituelle Körperhaltungen ein (z.B. die Hand am Brustbein), um „Gottes Stimme" zu hören

- lernen sie ihre Ziele und Wünsche zu visualisieren bzw. vor dem inneren oder geistigen Auge zu sehen

- haben sie ständig irgendwelche „Bilder von Gott"

- leben sie in der Vorstellung, sie verfügten über eine Superkraft in sich, die sie „Gott" nennen, und die sie für ihre Ziele und Wünsche instrumentalisieren können.

 

Einer der Vertreter der charismatischen Bewegung, Rodney Howard Browne, gebraucht bei seinen magischen Ze­remonien und Ritualen sowohl das Chanting der Scha­manen als auch rituelle Körperhaltungen der Schamanen, wie zum Beispiel die gewinkelten Oberarme mit den zum Himmel gespreizten Fingern und den auf das Brustbein gelegten rechten Arm (vgl. zu diesen schamanischen Kör­perhaltungen die Forschungsarbeiten der Schamanin Felicitas Goodman I, S. 48, 50).

Um von Schamanen zu lernen, laden inzwischen selbst Gemeinden der Landeskirche Schamanen ein, um im „Gottesdienst" „schamanische Reisen" zu unternehmen.

Darüber hinaus vermitteln Theologie-Professoren, Pasto­ren, Religionslehrer und selbst Sektenbeauftragte scha­manische Praktiken und Techniken in Form von „Fanta­siereisen" und „Stilleübungen".

 

Nach Auffassung des Religionspädagogen Halbfass sind sie angeblich „Wege zu Gott". Autoren, die sich dem christlichen Lager zurech­nen, wie zum Beispiel Dieterich, wollen den Christen Tech­niken des Entspannungstrainings (Autogenes Training, progressive Muskelentspannung) vermitteln, obwohl je­der Esoterik-Katalog deutlich macht, daß diese Techni­ken

- der Trance-Induktion dienen

- die Tür zu einer anderen, jenseitigen Wirklichkeit öff­nen

- außerkörperliche Erfahrungen einleiten

- Visionen fördern und

- Kontakt zu transzendenten Mächten herstellen

 

Meditation, Entspannung und Stille (im Sinne geistiger Leere) sind immer okkulte Techniken und niemals biblisch fundierte Formen der Kontaktaufnahme mit Gott, auch wenn diese Methoden seit Jahrhunderten in Klöstern und von „christlichen" Mystikern gelehrt und praktiziert wer­den. Als Jesus in die „Stille" ging, machte er seinen Geist nicht leer. sondern „betete und sprach" mit vollem Bewußt­sein zu seinem Vater, (vgl. Mt 26, 39)

Schlussbemerkung

Alle Anzeichen deuten daraufhin, daß starke gesellschaft­liche Kräfte die Verbreitung des Schamanismus in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen systematisch voran­treiben und damit Rationalismus und Christentum durch Magie, Hexerei und Zauberei ersetzen wollen, vielfach versteckt unter einem wissenschaftlichen Gewand, wie das Beispiel NLP zeigt.

 

Während sich viele Länder von Schamanismus und Ma­gie ab- und dem Christentum zuwenden, geht Deutschland an der Schwelle zum 21. Jahrhundert genau den umgekehrten Weg, den Weg zurück ins finstere Mittelal­ter, den Weg in ein okkultes oder magisches Zeitalter, wie es die Bibel für die Endzeit voraussagt.

 

Auf der anderen Seite gibt es keine gesellschaftlichen Kräfte, die vor diesen Tendenzen warnen, nicht einmal die christlichen Kirchen und Verbände. Selbst die letzten aufrechten Christen in diesem Lande schweigen beharr­lich und überlassen unser Land einer okkulten Lobby. Diese predigt Toleranz und verfolgt und diskriminiert alle Kritiker okkulter und schamanischer Praktiken. Das all­gegenwärtige Toleranzgebot dieser okkulten Lobby erweist sich als trojanisches Pferd des Bösen: „Tu, was Du willst" - alles ist erlaubt, lautet die moralische Formel unserer Zeit, obwohl diese Formel vom größten Neo-Satanisten Eu­ropas, Aleister Crowley, geprägt wurde, der selbst satani­sche Opferrituale zelebrierte und am Ende wahnsinnig wurde.

 

Demgegenüber will christliche Nächstenliebe Menschen vor Schaden bewahren. Christliche Nächstenliebe kann grenzenlose Toleranz gegenüber der Sünde und dem Bö­sen niemals akzeptieren. Alles, was Körper, Geist und Seele schadet, muß entweder verboten werden oder zu­mindest öffentlich kritisiert werden können, ohne Verfol­gung, Repression und Diskriminierung fürchten zu müs­sen. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus:

 

Politik, Behörden und Medien bilden ein nahezu geschlos­senes Kartell, das jede Kritik an schamanischen und ok­kulten Praktiken, zum Beispiel an öffentlichen Schulen, ignoriert, diffamiert und/oder unterdrückt. Diese Reak­tionen und das fehlende Interesse an sachlicher Ausein­andersetzung und kritischer Aufklärung gibt nun freilich Anlaß zu Spekulationen über den bedrohlichen Ausbrei­tungsgrad des Schamanismus in unserer Gesellschaft. Eine sachliche Auseinandersetzung wird nicht gestattet, obwohl diese dringend nötig ist. Nach allem, was wir wis­sen, ist die Ausbreitung schamanischer und okkulter Prak­tiken in Schule und Gesellschaft mit unberechenbaren und unbezahlbaren Folgen verbunden: Gewalt, Kriminalität, Kindesmißbrauch und psychiatrische Erkrankungen wer­den weiterhin rapide zunehmen.

 

Nur ein Beispiel soll diese Prognose exemplarisch demon­strieren: Viele Gespräche mit Menschen, die sich mit ok­kulten, esoterischen und magischen Praktiken befassen, haben gezeigt, daß diese häufig unter Tinnitus-Beschwerden (Ohrgeräusche) leiden. Die einschlägige Forschung zeigt, daß die Ärzte weder die Ursache kennen noch hel­fen können. Die Therapiekonzepte sind äußerst teuer und enden in der Regel mit dem Rat, die Patienten müßten lernen, mit dem Tinnitus zu leben. Unglücklicherweise sind deutsche Ärzte nicht bereit, ungewöhnliche For­schungshypothesen von Außenseitern ernst zu nehmen und zu überprüfen, obwohl ihnen nicht nur das Wohl und die Gesundheit der Patienten, sondern auch die finanziel­le Belastung der Krankenkassen am Herzen liegen sollte. Ist unsere Hypothese richtig, dann dürfte der größte Teil der Tinnitus-Beschwerden okkulter Natur sein. Diese Hypothese ließe sich überprüfen, indem z. B. die okkulte Lebensgeschichte der Patienten erforscht wird.

 

Gehen wir davon aus, daß es in Deutschland fast 10 Mil­lionen Tinnitus-Kranke gibt; unterstellen wir, daß die Hälfte der Fälle okkulte Ursachen haben und die durch­schnittlichen Behandlungskosten bei ca. 5.000 € pro Jahr liegen, dann beträgt der volkswirtschaftliche Scha­den allein hierfür mindestens 25 Milliarden € im Jahr!

Dazu kommen die meisten Psychiatrie-Fälle: Ein Tag ko­stet hier mehr als 500 €. Ein Psychiatriekranker ko­stet die Kassen somit mehr als 175.000 € im Jahr.

Soweit diese Gesundheitsschäden okkulter Natur sind, können sie ohnehin nicht mit medizinischen und/oder psy­chologischen Mitteln geheilt werden. Alle Diagnose- und Behandlungskosten sind verschwendet.

Aber es gibt eine Hilfe, die nichts kostet - Hilfe auf geist­lichem Gebiet: Wenn sich Patienten von Okkultismus und Schamanismus abwenden und Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser annehmen, können Krankheiten ok­kulter Natur früher oder später sogar völlig verschwin­den, wie einzelne Fälle aus christlichen Gemeinden be­zeugen.

Da nun nicht allein die Gesellschaft unter den Kosten, sondern auch der einzelne unter den Folgen okkulter und schamanischer Praktiken leidet, muß sich jeder Mensch rechtzeitig entscheiden, ob er den außerbiblischen, okkul­ten, schamanischen oder den biblischen Weg der Suche nach Rat, Hilfe, Sinn und Glück gehen will. Die materiel­le, finanzielle, soziale, gesundheitliche, psychologische und auch sittlich-moralische Entwicklung unseres Landes zeigt allerdings mehr als deutlich, daß wir auf dem falschen Weg sind. Es ist der Gipfel der Irrationalität zu glauben, die Zukunftsprobleme unserer Welt ließen sich mit den (schamanischen) Praktiken der frühen Stammeskulturen, des Mittelalters oder Schwarzafrikas bewältigen. Die Lö­sung unserer Zukunftsprobleme liegt nicht im Schama­nismus oder Okkultismus, sondern im biblisch fundier­ten Christentum.

 

13. Literaturverzeichnis

Achterberg, J.: Gedanken heilen. Reinbek b. Hamburg 1990

Bauer/Behringer (Hrsg.): Fliegen und Schweben. München 1997

Beitel, E.: Bochumer Gesundheitstraining. Dortmund 1997 (Loer Druck)

Budapest, Z.F.: Herrin der Dunkelheit - Königin des Lichts. Das praktische Anleitungsbuch für die neuen Hexen. Frei­burg i. Breisgau 1991

Cowan, T.: Schamanismus. Eine Einrührung in die tägli­che Praxis. Kreuzungen 1997

Dieterich, M.: Wir brauchen Entspannung. Gießen 1992 Eliade, Mircea: Schamanismus und archaische Ekstase­technik. Frankfurt a. Main 1975 Findeisen / Gehrts: Die Schamanen. Kohl 1983 Fohr, Dieter: Trance und Magie. Die afrobrasiliansichen Religionen. München 1997

Franzke, R.: Stilleübungen und Fantasiereisen. Moderne Wege der Pädagogik? Hannover 1997 (4. Auflage; Faith Center Hannover, Wunstorfer Str. 57, 30453 Hannover) Gitt, W.: Das bibilische Zeugnis der Schöpfung. Neuhau-sen-Stuttgart 1993

Goodman (I), F.D.: Trance. Der uralte Weg zum religiösen Erleben. Rituelle Körperhaltungen und ekstatische Erleb­nisse. Gütersloh 19963

Goodman (II), F.D.: Ekstase, Besessenheit, Dämonen. Gütersloh 1997

Goodman (III), F.D.: Wo die Geister auf dem Wind reiten. Trancereisen und ekstatische Erlebnisse. Freiburg i. Breis­gau 1993 Grof, St.: Kosmos und Psyche. Frankfurt a.M. 1997

Habermas, J.: Erkenntnis und Interesse Frankfurt a.M. 1968

Halbfass, H.: Religionsunterricht in der Grundschule. (Lehrerhandbuch)

Harner, M.: Der Weg des Schamanen. Reinbek bei Ham­burg 1996

Kaiweit, H.: Die Welt der Schamanen. Bern und München 1984

Kaiweit, H.: Seelenreisen und Jenseitslehren. Die außer­körperliche Erfahrung. In: Meiser, H. Chr.: Trance, ebd. Meckelburg, E.: Psi-Agenten. München 1997 Meiser, H. Chr. (Hrsg.): Trance. Andere Bewußtseinszu­stände und die Arbeit mit ihnen. Frankfurt a. Main 1996 Miers, H.E.: Lexikon des Geheimwissens. München 1993 Montal, A. de: Schamanismus München 1985 Müller, K.E.: Schamanismus. Heiler, Geister, Rituale. München 1997

Oertli, J.: Das schamanische Praxisbuch. München 1996 Steyne, Ph. M.: Machtvolle Götter. Bad LiebenzeU 1993 Tedlock/Tedlock (Hrsg.): Über den Rand des tiefen Cany-on. Lehren indianischer Schamanen. Köln 1978 Ulrich, H.E.: Von Meister Eckhardt bis Carlos Castane-da. Frankfurt a. Main 1986

 

Reihe Aufklärung: Arbeitsgemeinschaft für Religiöse Fragen (A.R.F.)

Herausgeber:  Prof. Dr. Reinhard Franzke, Dr. Lothar Gassmann, Prof. Dr. Johannes Reimer

 

 

ANMERKUNG:

Wir können aus eigenen Erkenntnissen und Erfahrungen dem Inhalt zustimmen. 

Gerade in den letzten Monaten nehmen wir vermehrt war, dass Menschen nicht mehr richtig weiter wissen. Sie Mühen sich seit Jahren ab und kommen an Ihre Grenzen in den Bereichen Beziehungen, Gesundheit, Beruf, Partnerschaft, Finanzen. Antworten dafür sind evtl. in diesem Artikel zu finden, wenn ich vorurteilslos und ehrlich zu mir selbst bin. Wir wünschen es dir aus tiefsten Herzen. 

Jeder darf für sich entscheiden welchen Weg er gehen möchte. Dafür hat Gott uns den freien Willen gegeben.

 

 

HERZLICH(S)T

Klaus und Dagmar

 

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Kommentare: 8
  • #1

    monika (Sonntag, 29 März 2015)

    Ich wünsche euch erleuchtung
    da ist nur gott nichts außer Gott existiert
    sogar die himalayagroßen Egos haben einen funken Gott in sich...Zeit sollte man gut nutzen..nämlich die Einheit mit der Quelle dem SELBST erfahren ...wer soviel zeit für soviel Geplapper +Quellenangaben. .hähä. ..wisst ihr auch aus euch SELBST oder ist das nur nach geredet..
    wer seid ihr
    wer seid ihr vor eurer geburt
    wer seid ihr nach eurem physischen Tod

    Gott Jesus Krishna Shiva Manitu nama mooji.... du .. Ich. .vviele Namen für EINES

  • #2

    Dagmar Höing (Sonntag, 29 März 2015 15:48)


    Hallo Monika,

    wir können schon aus uns selbst reden. Das machen wir mündlich den ganzen Tag in der Begegnung mit unseren Mitmenschen. Wir versuchen nur so effizient wie möglich zu agieren.
    Wenn ein Artikel von einem unserer Mitmenschen bereits geschrieben wurde, wir mit dem Inhalt übereinstimmen, so muss ich doch nicht nochmals die Zeit investieren, einen ähnlichen Artikel zu schreiben, nur um meinem Ego zu dienen. Wenn dann noch, wie in diesem Artikel geschehen, mit zahlreichen Verweisen auf die Herkunft, so ist das für uns ein Geschenk, das wir gerne weiter verbreiten. So nach dem Mott: "Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt."

    Was deine Anmekungen zu "Quelle, dem Selbst, Funken Gottes" angeht so wiederhole ich an dieser Stelle nochmals unsere Erkenntnis zu den Irrlehren der Esotherik die in der Bibel schon vor über 2.000 Jahren vorausgesagt wurden:

    Die 4 Grundthesen der New Age Bewegung dem neuen Zeitalter des Wassermanns:

    1. Alles ist eins
    Alle Dinge stehen in einer inneren Abhängigkeit voneinander. Es gibt eine innige Vernetzung alles Seins. Indem man diese Lehre auch auf Gott bezieht, leugnet man die Personalität, Souveränität und Autorität Gottes. Gott, der als der Schöpfer außerhalb seiner Schöpfung existiert, wird in pantheistischer Form in den innerweltlichen Bereich hineingezogen. Ein solcher innerweltlicher und relativer Gott kann dem Menschen keine Gebote und Ordnungen geben und kann ihn auch nicht erlösen.
    Diese Lehre entspricht der ersten Lüge der Schlange im biblischen Sündenfallbericht (1. Mose 3,1ff.): "Sollte Gott gesagt haben?" Durch diese raffinierte Formulierung Satans wird sowohl Gottes Existenz als auch Gottes Autorität, insbesondere die Offenbarung in seinem Wort, infrage gestellt.

    2. Das Universum ist in offenen dynamischen Systemen organisiert
    Dieses System hat die Fähigkeit zur evolutionären Höherentwicklung. Oft fließt hier auch der Reinkarnationsgedanke hinein. Die Wirklichkeit der Sünde und des Todes, der infolge der Sünde einmalig und endgültig ist, wird ebenso geleugnet wie das Vergehen der Welt infolge des göttlichen Gerichts (vgl. Mt 24,35; 1.Kor 7,31; 2.Petr 3,10).
    Diese Grundlehre entspricht deshalb der zweiten Lüge der Schlange im biblischen Sündenfallbericht: "Ihr werdet keineswegs des Todes sterben."

    3. Der Gott-Mensch
    Der Mensch ist Gott, indem er sein Einssein mit dem Universum vollzieht und realisiert. Er besitzt in sich das göttliche Potential zur Selbsterlösung und Höherentwicklung. Und viele Menschen gemeinsam, die vereinigte Menschheit also baut des Reich der Gerechtigkeit und des Friedens.
    Diese Lehre entspricht der dritten Lüge der Schlange: "Ihr werdet sein wie Gott."

    4. Bewusstseinserweiterung
    Der Mensch soll zum Übermenschen werden, indem er sein Bewusstsein erweitert, indem er die Grenzen seiner Sinneserkenntnis überspringt und hellseherische Kräfte erlangt.
    Er kann das durch Drogen, fernöstliche Meditationstechniken, Positives Denken, Psychotechniken und ähnliches in Bereiche eindringen, aus denen ihm neue Kräfte und Erkenntnisse zuströmen. Reichtum, Erfolg, Gesundheit und die Lösung sämtlicher Probleme der Menschheit sind keine unerreichbaren Ziele mehr.
    Diese Grundlehre entspricht der vierten Lüge der Schlange: "Eure Augen werden aufgetan ... und ihr werdet wissen, was gut und böse ist." Wurde in der dritten Lüge dem Menschen göttliches Wesen versprochen, so ist es hier das göttliche Wissen. Der Mensch soll zur „Erleuchtung" gelangen und sich so seine eigene Welt, sein eigenes Universum schaffen, in welchem er als "allwissender Gott" regiert.

    Hier sind noch zwei Bibelstellen die ebenfalls vor falschen Propheten (u.a. Schamanismus) warnen.
    Wenn sich jemand zu den Geisterbeschwörern und Zeichendeutern wendet, dass er mit ihnen Abgötterei treibt, so will ich mein Antlitz gegen ihn kehren und will ihn aus seinem Volk ausrotten.
    (3.Mose 20,6)

    Das nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste oder Zauberei treibt
    oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt. Denn wer das tut, der ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, die Völker vor dir.
    (5.Mose 18,10-12)

    Wir segnen dich, liebe Monika, im Namen Jesus Christus und wünschen Dir den einzigen richtigen Weg zu erkennen.

    HERZLICH(S)T
    Klaus und Dagmar

  • #3

    Alexandra (Montag, 30 März 2015 12:03)

    Hi,

    ich stimme Monika zu. Sie hat auch nicht geschrieben "Alles ist ein" sondern viele NAMEN für EINES und genau so habe ich es auch erfahren. Gott hat viele Namen.

    Geht es denn wirklich um Entweder/Oder? Oder vielleicht mehr um Sowohl/als auch?

    Ich habe mich das schon bei folgendem gefragt:
    "ACHTUNG! Die blog-Artikel standen nicht immer unter dem Einfluss des himmlischen Gottes sondern standen auch noch unter dem Einfluss des Kosmischen Gottes. Wir lassen diese jedoch bis auf weiteres stehen um den Unterschied deutlich zu machen (Stand 21.02.2015)."

    Kosmischer Gott und himmlischer Gott? Ernsthaft? Wo es doch nur einen Gott gibt. Sagt nicht allein schon dieser Satz, dass man davon ausgeht es gibt mehrere und früher ist man dem "falschen" gefolgt. Und jetzt dem "richtigen". Ist es nicht genau diese Auffassung, die soviel Leid in der Welt verursacht und verursacht hat? Der Glaube daran, dass man den "richtigen" Gott anbetet und andere davon überzeugen muss, egal welche Religion wir jetzt mal nehmen. Gecht es nicht darum zu sehen, was verbindet und nicht was trennt?

    Auch in der christlichen Kirche gibt es "Kreise". Und es werden Kerzen entzündet (z. Beispiel Taufkerze, Hochzeitskerzen). Es gibt Gebetskreise und Fürbittekreise. Es gibt Rituale. Es gibt Wunder, Heilungen etc.
    Es wird mit Weihrauch geräuchert und es wird gesalbt.......
    Ich will das hier jetzt gar nicht weiter ausführen. Für mich heisst die Devise sowohl als auch. Das verbindende sehen und nicht das trennende. Denn am wichtigsten ist die Liebe.

    Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1. Thessalonicher 1.3) (1. Johannes 4.16)

    Liebe Grüsse
    Alex





  • #4

    Dagmar Höing (Montag, 30 März 2015 18:07)

    Hallo Alex,
    gerne Antworten wir auf deine Sichtweise der Dinge. Wir haben deinen Text in „Anführungsstrichelchen“ wiederholt und unsere Zwischen-Antworten darunter geschrieben.

    „ich stimme Monika zu. Sie hat auch nicht geschrieben "Alles ist ein" sondern viele NAMEN für EINES und genau so habe ich es auch erfahren. Gott hat viele Namen.“

    Wir Menschen haben Gott verschiedene Namen gegeben.

    „Geht es denn wirklich um Entweder/Oder? Oder vielleicht mehr um Sowohl/als auch?“
    Es geht nur um entweder oder. Das sowohl als auch dachten wir beide bis zu unserer Erkenntnis auch.
    Ich habe mich das schon bei folgendem gefragt:
    "ACHTUNG! Die blog-Artikel standen nicht immer unter dem Einfluss des himmlischen Gottes sondern standen auch noch unter dem Einfluss des Kosmischen Gottes. Wir lassen diese jedoch bis auf weiteres stehen um den Unterschied deutlich zu machen (Stand 21.02.2015)."
    „Kosmischer Gott und himmlischer Gott? Ernsthaft? Wo es doch nur einen Gott gibt. Sagt nicht allein schon dieser Satz, dass man davon ausgeht es gibt mehrere und früher ist man dem "falschen" gefolgt. Und jetzt dem "richtigen".“

    Unter dem Punkt 10. „Schamanismus in biblischer Sicht“ wird dies erläutert. …Ebenso gibt es in der unsichtbaren Welt zwei voneinander getrennte Reiche oder Bereiche: Statt einer Himmels- und einer Unterwelt kennt die Bibel ein Reich Gottes, ein Reich des Lichts und ein Reich der Finsternis sowie Himmel und Hölle.“
    Ein anderes Wort für Kosmischer Gott ist auch Satan, Teufel, Engel des Lichts, Das Böse, Die Finsternis etc. siehe ausführliche Erläuterung unter Punkt 10.

    „Ist es nicht genau diese Auffassung, die so viel Leid in der Welt verursacht und verursacht hat? Der Glaube daran, dass man den "richtigen" Gott anbetet und andere davon überzeugen muss, egal welche Religion wir jetzt mal nehmen. Geht es nicht darum zu sehen, was verbindet und nicht was trennt?“

    Dazu haben wir einen Artikel veröffentlicht unter dem Titel „Gott persönlich kennen lernen“
    Hier der Link
    http://www.mein-weg-vom-aschenbroedel-zur-koenigin.de/glaubensbekenntnis/gott-pers%C3%B6nlich-kennen-lernen/

    Es geht einzig und alleine darum an den richtigen Gott zu glauben. Wie das geschieht ist u.a. in diesem Artikel erläutert.

    „Auch in der christlichen Kirche gibt es "Kreise". Und es werden Kerzen entzündet (z. Beispiel Taufkerze, Hochzeitskerzen). Es gibt Gebetskreise und Fürbittekreise. Es gibt Rituale. Es gibt Wunder, Heilungen etc.
    Es wird mit Weihrauch geräuchert und es wird gesalbt.......“

    Das stimmt, dass dies leider in den Kirchen gemacht wird. Das führt auch nicht zu Gott. Das ist Götzendienst.
    Die Kirche führten und führt die Menschen in die Verzweiflung und in die Irre und bringt sie somit bis heute um die Wahrheit ihres Lebens. Sie hat das Ur-Wissen der Menschen ersetzt durch ein angebliches "Geheimes Gotteswissen„ dass durch die angebliche Vermittlung durch Pfarrer und Priester erfolgt, und als Oberhaupt den Papst.
    Jesus sagte nichts von einem Papst, erst recht nicht von einem "Heiligen Vater" auf Erden. Im Gegenteil, in der Bibel heißt es: "Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist" (Matthäus 23, 9)
    Gott hat alle Religionen als Götzendienst und Zauberei verurteilt (1 Kor 6,9-10; Gal 5,19-21; Offb 21,8). Keine der vielen Religionen hat rettenden Charakter (Gal 5,19-21). Würde es eine solche geben, hätte Jesus nicht den bitteren Kreuzestod sterben müssen.
    In allen Religionen versucht der Mensch, sich durch seine Handlungen zu erlösen. Das Evangelium hingegen ist die Tat Gottes (Jes 43,24b; Joh 3,16). Zum Erlösungswerk auf Golgatha kann der Mensch nichts beitragen: Wir sind teuer erkauft (1 Kor 6,20).
    Die Religionen gehen von einem falschen Menschenbild aus und zeichnen ein falsches Gottesbild. Nur die Bibel sagt uns, wer wir sind und wer Gott ist. In keiner Religion verlässt Gott den Himmel, um den Menschen zu erretten. In Jesus wurde Gott Mensch (Johannes 1,14).

    Fazit: Jesus Christus war also weder religiös, noch ist er ein Religionsstifter oder ein Religionsführer.
    • Jesus Christus ist darum nicht eine Alternative zur Religion. Er ist ihre Absage und Verwerfung. Er ist der einzige Weg nach Hause – zum Vaterhaus Gottes (Joh 14,6).

    „Ich will das hier jetzt gar nicht weiter ausführen. Für mich heisst die Devise sowohl als auch. Das verbindende sehen und nicht das trennende. Denn am wichtigsten ist die Liebe.“

    Ja die Liebe. Es ist die göttliche Liebe nicht wie irrtümlich angenommen die menschliche Liebe.

    HERZLICH(S)T
    Klaus und Dagmar

  • #5

    Alexandra (Mittwoch, 01 April 2015 15:31)

    Hallo,
    mache es genauso wie ihr mit den Anführungszeichen

    „Wir Menschen haben Gott verschiedene Namen gegeben.“

    Ja, und? Ich sag manchmal Chef, manchmal Vater, manchmal Gott. Hatte bis jetzt nicht das Gefühl, dass Gott das stört. Es sind am Ende nur Worte und es kommt doch auf das Herz an.
    Die Bibel sagt in 1. Samuel 16, 7: Aber der Herr sprach zu Samuel: Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn nicht sieht der Herr auf das, worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.“


    „Die Kirche führten und führt die Menschen in die Verzweiflung und in die Irre und bringt sie somit bis heute um die Wahrheit ihres Lebens. Sie hat das Ur-Wissen der Menschen ersetzt durch ein angebliches "Geheimes Gotteswissen„ dass durch die angebliche Vermittlung durch Pfarrer und Priester erfolgt, und als Oberhaupt den Papst.
    Jesus sagte nichts von einem Papst, erst recht nicht von einem "Heiligen Vater" auf Erden. Im Gegenteil, in der Bibel heißt es: "Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist" (Matthäus 23, 9)
    Gott hat alle Religionen als Götzendienst und Zauberei verurteilt (1 Kor 6,9-10; Gal 5,19-21; Offb 21,8). Keine der vielen Religionen hat rettenden Charakter (Gal 5,19-21). Würde es eine solche geben, hätte Jesus nicht den bitteren Kreuzestod sterben müssen.
    In allen Religionen versucht der Mensch, sich durch seine Handlungen zu erlösen. Das Evangelium hingegen ist die Tat Gottes (Jes 43,24b; Joh 3,16). Zum Erlösungswerk auf Golgatha kann der Mensch nichts beitragen: Wir sind teuer erkauft (1 Kor 6,20).
    Die Religionen gehen von einem falschen Menschenbild aus und zeichnen ein falsches Gottesbild“

    Da gebe ich euch absolut Recht. Meiner Auffassung nach muss jeder Gott (oder wie er ihn/sie/es auch immer nennt) selbst erfahren. Und Gott führt jeden, der sich führen lässt (freier Wille)

  • #6

    Alexandra (Mittwoch, 01 April 2015 15:31)

    Teil II
    „Nur die Bibel sagt uns, wer wir sind und wer Gott ist. „

    Ja, mag sein. Aber Menschen haben sie übersetzt. Menschen/Religionsoberhäupter haben beschlossen, was in die Bibel, die man heute bei Amazon bestellen kann aufgenommen wird und was nicht. In diesem Zusammenhang ist es erstaunlich, welche Unterschiede zu finden sind, wenn man sich den gleichen Abschnitt in unterschiedlichen Übersetzungen zu Gemüte führt.
    Aussagen wie z. B.
    in Sprüche 13, 24: „Wer seine Rute schont, der haßt seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten.“
    oder
    in Sprüche 29, 15: „Rute und Tadel gibt Weisheit, aber ein Knabe, sich selbst überlassen, macht seiner Mutter Schande.“
    Das soll es sein, was Gott wünscht, dass wir tun? Es gibt da noch weitere Beispiele (z. B. was Frauen in der Menstruation betrifft).

    „Ja die Liebe. Es ist die göttliche Liebe nicht wie irrtümlich angenommen die menschliche Liebe.“

    Irrtümlich angenommen? Wer sagt das? In der Bibel ist ja auch nicht nur die Rede von göttlicher Liebe. Beispiele aus dem Hohelied:

    4,5 Deine beiden Brüste sind wie zwei Kitze, Zwillinge der Gazelle, die in den Lilien weiden. - 4,6 Wenn der Tag verhaucht und die Schatten fliehen, will ich zum Myrrhenberg hingehen und zum Weihrauchhügel. - 4,7 Alles an dir ist schön, meine Freundin, und kein Makel ist an dir. 4,8
    1,2 Er küsse mich mit Küssen seines Mundes, denn deine Liebe ist köstlicher als Wein. 1,3 An Duft gar köstlich sind deine Salben; ausgegossenes Salböl ist dein Name. Darum lieben dich die Mädchen. 1,4 Zieh mich dir nach, laß uns eilen! Der König möge mich in seine Gemächer führen! Wir wollen jubeln und uns freuen an dir, wollen deine Liebe preisen mehr als Wein! Mit Recht liebt man dich

    Auch sehr interessant, wenn man allein nur das Hohelied in verschiedenen Übersetzungen ließt.

    Korinther 13, 4-7: „Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles

    Matthäus 22, 37-40: „Jesus aber antwortete ihm: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt‘. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst‘. In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“


    Es geht doch um das Komplettpaket Liebe. Um alles was Liebe ist und ausmacht und um all die Formen, wie sie sich ausdrückt. Zumindest fasse ich das so auf.

    Und was den Schamanismus angeht werde ich diesen nicht in „gut“ oder „schlecht“ (des Teufels) einsortieren und glaubt man der Bibel steht sowas überhaupt eh nur Gott zu.

    Apostelgeschichte 5, 38-39: „Und nun sage ich euch: Laßt ab von diesen Menschen und laßt sie gehen! Ist dies Vorhaben oder dies Werk von Menschen, so wirds untergehen; ist es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten damit ihr nicht dasteht als solche, die gegen Gott streiten wollen. Da stimmten sie ihm zu.“

    Matthäus 5, 43-44: „Ihr habt gehört, daß gesagt ist: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben‘ und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen.“

    Matthäus 7, 1-2: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr meßt, wird euch zugemessen werden.“

    1. Korinther 5, 12: „Denn was gehen mich die draußen an, daß ich sie richten sollte? Habt ihr nicht zu richten, die drinnen sind?“


    Liebe Grüsse und schönen Urlaub
    Alexandra

  • #7

    Dagmar Höing (Dienstag, 07 April 2015 14:33)


    Liebe Alexandra,

    danke für die Urlaubsgrüße. Gerne antworten wir heute auf deinen Kommentar.

    „Nur die Bibel sagt uns, wer wir sind und wer Gott ist. „
    „Ja, mag sein. Aber Menschen haben sie übersetzt. Menschen/Religionsoberhäupter haben beschlossen, was in die Bibel, die man heute bei Amazon bestellen kann aufgenommen wird und was nicht.“
    ________________________________________________________________________

    Die ganze Bibel ist ein göttliches Offenbarungsbuch. Sie wurde zwar von Menschen schriftlich überliefert, aber ihr eigentlicher Verfasser ist Gott selbst. Er leitete die Schreiber der heiligen Schriften so durch seinen Heiligen Geist, daß sie die Worte Gottes niederschrieben und nicht ihre eigenen Gedanken. Der Apostel Paulus schrieb: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben...“ (2. Timotheus 3,16).
    Und der Apostel Petrus bestätigte: „Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet“ (2. Petrus 1,21).
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    „In diesem Zusammenhang ist es erstaunlich, welche Unterschiede zu finden sind, wenn man sich den gleichen Abschnitt in unterschiedlichen Übersetzungen zu Gemüte führt.“
    ________________________________________________________________________

    Das stimmt. Menschen stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an eine Bibelübersetzung - abhängig von ihrem Alter, Bildungsgrad und Lebensstil. Durch die Vielzahl der Übersetzungen soll die biblische Botschaft einem möglichst großen Leserkreis zugänglich gemacht werden. Aber auch die Konfessionszugehörigkeit spielt hier eine wichtige Rolle, denn die unterschiedlichen theologischen Auslegungen der Bibel bringen unterschiedliche Übersetzungen hervor.
    Nach unseren Erkenntnissen werden in Deutschland gegenwärtig 34 verschiedene Bibelübersetzungen oder Übersetzungen von Bibelteilen angeboten.

    Was sagt Gott in der Bibel in einem anderen Zusammenhang unter der Überschrift „Ermahnung zum Gehorsam gegen das Gesetz“ in 5. Mose 2: Ihr sollt nichts dazu tun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davon tun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete.
    Oder in 5. Mose 13,1: Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun. Ihr sollt nichts dazutun und nichts davon tun.
    Mit anderen Worten, es ist nur die Bibel wahrheitsgetreu die wortgetreu übersetzt wurde und nichts dazu und weggelassen hat. Danach sollten wir uns orientieren.

    Wir möchten noch einen Hinweis auf das Verständnis des Inhaltes der Bibel geben.
    In dem Buch „Das kann ich nicht glauben – Fragen und Antworten zur Bibel von Josh McDowell wird auf die Frage: „Es gibt so viele verschiedene Interpretationen der Bibel. Warum sollte ich an Ihre glauben?“, wie folgt geantwortet:
    Die Botschaft der Bibel ist klar für den, der sie liest und versucht, ihren Sinn zu verstehen. Probleme entstehen, wenn die Leute mit ihren vorgefaßten Meinungen an die Bibel herangehen und versuchen, das Wort ihren Vorstellungen anzupassen. Das ist nicht die Schuld der Bibel, sondern der Menschen, die die Bibel zwingen zu sagen, was sie hören wollen.

    HERZLICH(S)T
    Klaus und Dagmar

  • #8

    Schmid, Holger (Sonntag, 16 April 2017 14:24)

    Super Seite, viele Zitate von Prof. Dr. Franzke. Schauen Sie mal in meine Bücher rein: Vom Zaubelehrling zum Magier oder die neuen Bücher: Frau Holle, die Göttin Hule und ihr Gefolge. Irreführend finde ich den Titel, da dieser demselben Impuls folgt. mit dem Andreas Schwarz seine Internetseite anbot. Copyright ist quatsch, da ja die Hälfte aus Franzkes Büchern stammt. Aber trotzdem gut, dass Sie so eine Seite gemacht haben.! Rufen Sie mich an: 09564 / 8059373